Ein Gynäkologe ist wegen Genitalverstümmelung angeklagt worden.

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Ein Gynäkologe ist wegen Genitalverstümmelung angeklagt worden.

Dem angeklagten Arzt wird von der Braunschweiger Justiz vorgeworfen, seine Frau in den Flitterwochen verstümmelt zu haben.

Helmstedt-Braunschweig – Ein Gynäkologe wird beschuldigt, seine Frau in den Flitterwochen verstümmelt zu haben. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, wurde der Arzt wegen Verstümmelung weiblicher Genitalien in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und Nötigung angeklagt, weil er mit einer Bastelschere das sogenannte Jungfernhäutchen entfernt haben soll. Das zuständige Amtsgericht Helmstedt bestätigte, dass ein solches Verfahren stattgefunden hat.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Braunschweig soll der Gynäkologe den Eingriff in einem Hotelzimmer während der Hochzeitsreise ohne Betäubung durchgeführt haben. Während der Behandlung habe die Betroffene unter starken Schmerzen gelitten und viel Blut verloren. Behördensprecher Hans Christian Wolters sagte der dpa, die 31-jährige Frau habe sich aus Angst vor einer drohenden Scheidung und kultureller Ächtung der Tat unterzogen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sind beide Ehepartner Deutsche mit Migrationshintergrund. Auslöser für die Ermittlungen sei eine Strafanzeige der Frau gewesen. Eine Entscheidung darüber, ob die Anklage anerkannt wird oder nicht, steht nach Angaben einer Gerichtssprecherin noch aus. Der Arzt macht nach Angaben der Staatsanwaltschaft von seinem Recht Gebrauch, zu schweigen. Bis zu einer endgültigen Verurteilung gilt der Angeklagte als unschuldig.

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