Duda und Steinmeier planen eine Reise nach Polen, um ihre Beziehungen zu stärken.

0

Duda und Steinmeier planen eine Reise nach Polen, um ihre Beziehungen zu stärken.

Vor 30 Jahren wurde der Nachbarschaftsvertrag zwischen Deutschland und Polen unterzeichnet. Trotz ihrer Differenzen ziehen die Präsidenten beider Länder eine positive Bilanz des Jubiläums.

Duda und Steinmeier wollen ihre Freundschaft vertiefen.

Trotz der aktuellen Differenzen wollen Deutschland und Polen ihre engen Beziehungen vertiefen.

Nach Gesprächen mit seinem polnischen Amtskollegen Andrzej Duda in Warschau zum 30. Jahrestag der Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages erklärte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, die deutsch-polnische Nachbarschaft sei “eine der großen europäischen Erfolgsgeschichten der vergangenen 30 Jahre”. “Als Ergebnis dieser 30 Jahre sind wir heute miteinander verwoben – im besten Sinne des Wortes”, sagte Duda.

Es gebe keinen Grund, in diesem Bereich etwas zu beschönigen, so Steinmeier. “Natürlich gibt es immer mal wieder unterschiedliche Interessen. Natürlich gibt es ab und zu unterschiedliche Standpunkte.” Man wolle sich gegenseitig zuhören und sich bemühen, auch in Zukunft aufeinander aufzupassen. “Das Wesentliche ist, immer wieder nach Lösungen für die offenen Fragen zu suchen (…), indem man zuhört, warum der andere eine andere Meinung haben könnte oder andere Wege bevorzugt.” “Wir nehmen Kritik ernst”, erklärte der Präsident. Er fuhr fort, dass es Hinweise auf Antworten auf einige der unbeantworteten Fragen gebe.

Wie zwei benachbarte Bauernhöfe

Duda verglich Polen und Deutschland mit zwei benachbarten Bauernhöfen, deren Besitzer “typischerweise bereit sind, ihre Kinder miteinander zu verheiraten”, ungeachtet gewisser Meinungsverschiedenheiten. Die außerordentlich erfolgreiche wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern sei für den materiellen Wohlstand vieler polnischer Familien verantwortlich. Gleichwohl sei das Gespräch mit Steinmeier kein Spaziergang gewesen, schmerzhafte Probleme seien nicht vermieden worden.

Beide Parteien haben zugesagt, ihre jeweilige Minderheit weiterhin zu unterstützen. So soll die polnische Sprachausbildung in Deutschland mit einem Sonderfonds von fünf Millionen Euro pro Jahr gefördert werden. Die von der Bundesregierung zugesagten zusätzlichen Mittel sollen zudem die Renovierung des Bochumer “Polnischen Hauses” sichern, so Steinmeier. Auch die geplante Gedenkstätte für die polnischen Opfer des Nationalsozialismus in Berlin stehe kurz vor der Fertigstellung.

Konflikte friedlich lösen

Nach dem Ende des Kalten Krieges wurde am 17. Juni 1991 der Nachbarschaftsvertrag unterzeichnet. Der Pakt, der unter anderem die Unverletzlichkeit der Grenzen bekräftigte, wurde vom damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl und dem polnischen Ministerpräsidenten Jan Krzysztof Bielecki unterzeichnet. Deutschland und Polen verpflichteten sich, Streitigkeiten ausschließlich mit friedlichen Mitteln beizulegen. Der Pakt regelt auch die… Dies ist eine gekürzte Version der Information. Lesen Sie eine andere Nachricht weiter.

Share.

Leave A Reply