Die erste Runde der Regionalwahlen in Frankreich hat begonnen.

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Die erste Runde der Regionalwahlen in Frankreich hat begonnen.

Die Regionalwahlen sind die letzte nationale Abstimmung vor den Präsidentschaftswahlen in Frankreich im nächsten Frühjahr. Die extreme Rechte bekommt viel Aufmerksamkeit.

Die Regionalwahlen in Frankreich haben begonnen.

Am Sonntag hat die erste Runde der Regionalwahlen in Frankreich begonnen. Fast 46 Millionen Menschen haben die Möglichkeit, über die Neubesetzung von politischen Positionen in ihren Gemeinden abzustimmen.

Die Stimmabgabe begann am frühen Morgen auf der französisch kontrollierten Insel La Runion im Indischen Ozean, die Wahllokale in den Überseegebieten Guadeloupe und Martinique schlossen um Mitternacht (18.00 Uhr Ortszeit). Die gleichzeitig stattfindenden Regional- und Departementswahlen sind die letzte nationale Entscheidung vor den Präsidentschaftswahlen im nächsten Frühjahr.

Das Abschneiden der extremen Rechten wird genau beobachtet. Umfragen zufolge könnte Marine Le Pens Rassemblement National (früher: Front National) in der zweiten Wahlrunde am 27. Juni etwa ein Viertel der Wähler hinter sich versammeln und erstmals eine oder mehrere Regionen gewinnen. Die rechtsextreme Partei schnitt bei den Wahlen im Dezember 2015 gut ab, trat sogar als stärkste Kraft in der ersten Runde an, verfehlte aber den Sieg in einem der Gebiete. Aktuellen Umfragen zufolge liegen die Kandidaten der Partei in der ersten Wahlrunde in fünf der dreizehn Festlandregionen in Führung.

Bei der Präsidentschaftswahl sagen Beobachter einen Kampf zwischen Le Pen und dem amtierenden Präsidenten Emmanuel Macron voraus. Macrons Partei LREM steht auf dem Land nur auf wackligen Beinen. Da die Regionen und der Bund aber ganz unterschiedliche Kompetenzen haben, ist das schlechte Abschneiden seiner Partei nicht unbedingt auf mangelnde Unterstützung für ihn zurückzuführen.

Bei den Wahlen am Sonntag werden auch die Regionalräte neu besetzt. Frankreichs Regionen haben wichtige Befugnisse in Bereichen wie dem öffentlichen Verkehr, der Bildung und der wirtschaftlichen Entwicklung, aber auch in der Kultur und im sozialen Bereich. Im zentralisierten Frankreich ist ihr Einfluss jedoch im Vergleich zu den deutschen Bundesländern begrenzt. Die meisten Regionen werden derzeit von den traditionellen Volksparteien der Konservativen und der Sozialisten geführt.

Nach aktuellen Umfragen könnte die Wahlbeteiligung am Sonntag bei nur 40 Prozent liegen. Eigentlich sollte die Abstimmung auf dem Festland und in den Überseegebieten bereits im März stattfinden – wurde aber wegen der Corona-Pandemie verschoben. Trotz zahlreicher Erleichterungen… Dies ist eine kurze Zusammenfassung. Lesen Sie eine weitere Nachricht.

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