Der Versuch, die große Lücke zu schließen: Flucht, Vertreibung und Versöhnung (Dokumentationszentrum)

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Der Versuch, die große Lücke zu schließen: Flucht, Vertreibung und Versöhnung (Dokumentationszentrum)

Das Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung wurde nach jahrelanger Debatte und Suche nach einem guten Konzept in Berlin eröffnet.

Der Versuch, die große Kluft durch Flucht, Vertreibung und Versöhnung zu überbrücken

Man kann sich leicht vorstellen, dass der lange Weg bis zur Eröffnung des Dokumentationszentrums Flucht, Vertreibung, Versöhnung eine “fast schwierige Gratwanderung” war, wie es Stiftungsdirektorin Gundula Bavendamm formuliert. Dennoch: Das Projekt ist geschafft, und es ist in vielerlei Hinsicht ein Erfolg, wie nicht nur Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Einweihung am Montag sagte. Über die Ausrichtung, Gestaltung und Umsetzung des Projekts, einen Lern- und Erinnerungsort für Flucht und Vertreibung in Berlin zu errichten, gab es jedoch jahrelang heftige, auch persönliche Diskussionen.

Erika Steinbach, die Initiatorin der Ausstellung, war zu der Veranstaltung nicht eingeladen.

Dass die Politikerin, die die Ausstellung 1999 erstmals vorschlug, nicht zur Eröffnung eingeladen wurde, ist kein Zufall. Erika Steinbach, die ehemalige Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen, stand im Zentrum einer erbitterten Fehde. Es gab den Verdacht, dass die damalige CDU-Vorsitzende versuchte, die deutsche Schuld nicht nur in Deutschland, sondern auch in Polen und Tschechien zu relativieren. Dies wurde von dem heute 77-Jährigen rundheraus bestritten. Steinbach stritt später mit mehreren Mitgliedern ihrer eigenen Partei darüber, inwieweit die Vertriebenenverbände die Initiative beeinflusst hatten. Zwei Jahre nach der Gründung des Ausstellungskonzepts im Jahr 2008 trat Erika Steinbach aus dem Beirat aus. Inzwischen hat sie die CDU verlassen und bekennt sich zu den Ideen der rechtsgerichteten AfD.

Auch nach dieser Verkleinerung gab es Unstimmigkeiten über die Ausrichtung der Stiftung, Rücktritte und Auseinandersetzungen. Das Ziel, ein großes internationales Dokumentationszentrum im Berliner Deutschlandhaus zu errichten, erwies sich jedoch als so wichtig, dass der Fliehkraftdruck unter den Organisatoren in den letzten Jahren nachließ.

src=”https://www.augsburger-allegemeine.de/resources/38638/ver1-0/img/placeholder/16×9.png” alt=”Gundula Bavendamm, Stiftungsvorstand… Dies ist eine gekürzte Version der Information. Lesen Sie weiter in einer anderen Newsmeldung.

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