Bundeswehr: Kramp-Karrenbauer will, dass das Kommando Spezialkräfte bestehen bleibt.

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Bundeswehr: Kramp-Karrenbauer will, dass das Kommando Spezialkräfte bestehen bleibt.

Lange Zeit war unklar, was mit dem von einer Reihe von Skandalen erschütterten KSK passieren würde. Jetzt hat die Verteidigungsministerin die Situation geklärt.

Kramp-Karrenbauer will, dass das Kommando Spezialkräfte intakt bleibt.

Das nach vielen Skandalen umstrukturierte Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr soll nach dem Willen von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer erhalten bleiben.

Die CDU-Chefin sagte am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur: “Es ist offensichtlich, dass wir die besonderen militärischen Fähigkeiten, die es im KSK gibt, brauchen.” “Wenn der Verband auf seinem jetzigen Kurs bleibt, wird er im nationalen Rahmen und in Zusammenarbeit mit unseren Partnern ein strategisches Sicherheitsinstrument bleiben.”

Am Montag besuchte der Minister die Heimatkaserne des Verbandes in Baden-Württemberg. “Nach meinem gestrigen Besuch in Calw und den Gesprächen mit den Männern und Frauen des KSK bin ich sicher, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Ich habe festgestellt, dass im Verband ein konstruktiver Wandel begonnen hat”, so Kramp-Karrenbauer. “Für das KSK gelten jetzt die gleichen Regeln wie für die gesamte Bundeswehr. Die mehr als 60 Reforminitiativen beginnen zu greifen, und die Reformbemühungen in Calw gewinnen an Fahrt.”

Neuer KSK-Kommandeur wird Brigadegeneral Ansgar Meyer, der Kommandeur der letzten deutschen Einsatztruppe in Afghanistan. Er werde am 1. September die Nachfolge von Brigadegeneral Markus Kreitmayr antreten, teilte Kramp-Karrenbauer den Mitgliedern des Bundestags-Militärausschusses mit. dpa wurde von Teilnehmern informiert.

Kreitmayr leitet den Reformprozess des KSK, der nach rechtsextremen Vorfällen als erfolgreich gilt. Er selbst ist jedoch in die Kritik geraten, weil er eine Sammelaktion für verschwundene und nicht vorschriftsmäßig gelagerte Munition im KSK initiiert hat.

Die Staatsanwaltschaft Tübingen ermittelt wegen des Anfangsverdachts eines Verstoßes gegen § 40 des Militärstrafgesetzbuches, wie Oberstaatsanwalt Matthias Grundke Anfang April erklärt hatte. Dieser ist vergleichbar mit dem Straftatbestand der Strafvereitelung im Amt. Bis zu einem rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens gilt für Kreitmayr die Unschuldsvermutung. Er hat sich bisher nur intern, aber nicht öffentlich zu dem Sachverhalt geäußert.

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