Bundestagswahl 2021: Fünf Gründe, warum es anders sein wird

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Bundestagswahl 2021: Fünf Gründe, warum es anders sein wird

In 100 Tagen stimmen die Deutschen darüber ab, wer sie in Zukunft führen wird. Es wird viele Premieren geben, aber auch unerhörte Bündnismöglichkeiten.

Es gibt fünf Gründe, warum diese Bundestagswahl anders sein wird als alle anderen.

In 100 Tagen werden wir mehr wissen. Ob die CDU/CSU nach 16 Jahren Kanzlerschaft zurücktreten muss. Ist es überhaupt möglich, mit nur drei Partnern eine stabile Regierung zu bilden? Ob sich die Parteien auf die geeignetsten Kandidaten und Themen konzentriert haben. Die diesjährige Bundestagswahl, die am 26. September stattfinden wird, ist in mehrfacher Hinsicht einzigartig:

Bei der Bundestagswahl 2021 wird es keinen Amtsinhaberbonus geben.

Zum ersten Mal seit 1949 wird kein Kandidat einen Amtszeitbonus erhalten. Damals gewann Konrad Adenauer die Wahl und wurde der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik. Seitdem kandidiert der jeweilige Regierungschef immer zur Wiederwahl. Angela Merkel ist die erste, die ablehnt, obwohl laut ZDF-Politbarometer derzeit 83 Prozent der Deutschen mit ihrer Arbeit zufrieden sind. In der laufenden Legislaturperiode wurden alle ihre Vorgänger entweder abgewählt (Kurt Georg Kiesinger, Helmut Kohl und Gerhard Schröder) oder traten zurück (Konrad Adenauer, Ludwig Erhard und Willy Brandt). Helmut Schmidt wurde als einziger durch ein konstruktives Misstrauensvotum im Bundestag gestürzt. Ein Misstrauensvotum gegen Willy Brandt im Jahr 1972 scheiterte.

Annalena Baerbock: Das jüngste und erste Mitglied der Grünen Partei

Mit 40 Jahren ist Annalena Baerbock nicht nur die jüngste Kanzlerkandidatin aller Zeiten, sondern auch die erste von den Grünen. Bislang hatte die Öko-Partei noch nie den Anspruch erhoben, die nächste Regierung zu führen. Nun könnte Baerbock die erste Kanzlerin werden, die nicht aus dem Lager der CDU oder SPD kommt. Ein Mindestalter für das Amt des Bundeskanzlers gibt es nicht – abgesehen von der Volljährigkeit, versteht sich. Der bisher jüngste Kanzlerkandidat der CDU/CSU war übrigens Helmut Kohl, der mit 46 Jahren zum ersten Mal kandidierte. Rudolf Scharping war mit 47 Jahren der jüngste Sozialdemokrat, der es versuchte. Beide scheiterten.

 

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