Belgien: Ein des Terrorismus verdächtigter Soldat ist tot aufgefunden worden.

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Belgien: Ein des Terrorismus verdächtigter Soldat ist tot aufgefunden worden.

Obwohl ein Soldat wegen Rechtsextremismus auf einer staatlichen Terror-Watchlist steht, hat er Zugang zum Waffenarsenal. Als er Belgiens obersten Virologen bedroht und dann verschwindet, kommt es zu einer Großfahndung – und zu einer Staatsaffäre.

Belgien: Ein mutmaßlicher Terrorsoldat wird tot aufgefunden.

Der seit Wochen wegen Terrorismusverdachts gesuchte Soldat Jürgen Conings ist in Belgien tot aufgefunden worden. Das bestätigte die belgische Staatsanwaltschaft am Sonntagabend gegenüber Journalisten.

Conings sei tatsächlich von einem Jäger entdeckt worden. Damit hat die beispiellose Fahndung nach dem 46jaehrigen mutmasslichen Rechtsextremisten und die Angst vor Terror ein Ende.

Nach Morddrohungen gegen den bekannten Virologen Marc Van Ranst im Nationalpark Hoge Kempen in der Region Limburg war der belgische Berufssoldat am 17. Mai verschwunden. Die Leiche wurde im nahegelegenen Dilsen-Stockem entdeckt. Nur wenige Kilometer trennen uns von den Niederlanden und Deutschland. Die Todesursache war nach Angaben der Staatsanwaltschaft Selbstmord mit einer Schusswaffe.

Nach Conings Entführung bestand der Verdacht, dass der Berufssoldat einen Anschlag auf staatliche Strukturen oder Prominente plante. Die Behörden gaben an, im geparkten Auto des Gesuchten einen “verdächtigen Mechanismus”, möglicherweise einen Sprengsatz, entdeckt zu haben. In dem Auto befanden sich auch große Waffen. Der Mann wurde des versuchten Mordes und unerlaubten Waffenbesitzes im terroristischen Zusammenhang verdächtigt.

Über Wochen lief eine beispiellose Suchaktion. Hunderte von Soldaten, gepanzerte Fahrzeuge und Kampfhubschrauber wurden von der Armee eingesetzt, Interpol wurde kontaktiert. Die Fahndung kostete laut einem Bericht der Zeitung “Le Soir” bis Mitte Juni rund 650.000 Euro.

Der 46-jährige Verschwundene hat auch das politische Interesse auf sich gezogen. Conings stand wegen seiner rechtsextremen Gesinnung auf der Liste der Verdächtigen der belgischen Anti-Terror-Behörde Ocam. Trotzdem hatte Conings direkten Zugang zum Waffenarsenal seiner Armeeeinheit.

Ludivine Dedonder, Belgiens Verteidigungsministerin, musste mehrfach vor belgischen Gesetzgebern aussagen. Die Einstufung des Soldaten auf der Terroristenliste als Bedrohung der Stufe drei von vier sei dem Geheimdienst SGRS nicht rechtzeitig mitgeteilt worden, hieß es aus Regierungskreisen.

Van Ranst, der leitende Virologe, äußerte sich am Sonntag erleichtert, dass die Angelegenheit geklärt werden würde. Er teilte der Nachrichtenagentur Belga am Telefon mit, dass er nicht wisse, wann er mit seiner Familie sein staatlich geschütztes Refugium verlassen könne. “Basierend auf neuen Informationen, die jetzt aus…”, sagte die Anti-Terror-Agentur Ocam. Dies ist eine gekürzte Version der Informationen. Lesen Sie eine andere Nachricht weiter.

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