Bei einem Autobombenanschlag auf einen Militärstützpunkt in Kolumbien werden 36 Menschen verletzt.

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Bei einem Autobombenanschlag auf einen Militärstützpunkt in Kolumbien werden 36 Menschen verletzt.

In Ccuta fährt ein Geländewagen auf den Stützpunkt zu und zwei Sprengsätze detonieren innerhalb weniger Minuten. Der Angriff erinnert an einen zwei Jahre zurückliegenden Anschlag auf eine Polizeiakademie.

Bei einem Anschlag auf eine kolumbianische Militärbasis wurden 36 Menschen verletzt.

Bei einem Bombenanschlag auf eine Militäreinrichtung im Osten Kolumbiens sind mindestens 36 Menschen verletzt worden.

Drei Menschen wurden schwer verletzt, als eine Autobombe im Lager der 30. Brigade in Ccuta explodierte, wie das Verteidigungsministerium (Ortszeit) mitteilte. Der Vorfall wurde nach Angaben der Ermittler vermutlich von der Guerillaorganisation ELN oder einer Splittergruppe der Rebellenorganisation Farc verübt.

Zwei Personen fuhren nach ersten Ermittlungen einen mit Sprengsätzen bestückten Geländewagen auf den Stützpunkt. Innerhalb weniger Minuten kam es zu zwei großen Explosionen. Auf Videoaufnahmen waren ein großer Feuerball und eine große Rauchwolke über der Militärbasis zu sehen.

Präsident Iván Duque sagte: “Angesichts dieser schrecklichen und bedauernswerten Tat spreche ich unsere Solidarität mit unseren Streitkräften aus.” “Terrorismus ist die Waffe der Feiglinge.” Für Hinweise, die zu den Tätern oder Drahtziehern führen, setzte der Präsident des Landes eine Belohnung von 500 Millionen Pesos (110.000 Euro) aus.

Der wichtigste Militärstützpunkt im Nordosten Kolumbiens ist die Basis der 30. Brigade in Ccuta. Von dort aus werden die Operationen gegen die Rebellengruppe ELN und die verbliebenen Splitterorganisationen der Farc-Guerilla koordiniert. In dem Gebiet nahe der venezolanischen Grenze ist eine Reihe von kriminellen Organisationen aktiv.

Zum Zeitpunkt des Angriffs waren auch einige amerikanische Soldaten auf dem Stützpunkt stationiert. Nach Angaben der US-Botschaft in Bogotá trainierten sie dort mit einem kolumbianischen Team. Dem Bericht zufolge wurde niemand vom US-Militär ernsthaft verletzt.

Präsident Duque kündigte die Bildung eines Ermittlerteams mit Hilfe des Federal Bureau of Investigation der Vereinigten Staaten an. Außerdem soll die Zahl der Kontrollpunkte in der Region erhöht und die Grenze zu Venezuela besser geschützt werden.

Die ELN verübte im Januar 2019 einen Bombenanschlag auf eine Polizeischule in Bogotá, der Hauptstadt Kolumbiens. Damals wurden zweiundzwanzig Personen getötet. Daraufhin beendete die kolumbianische Regierung die Friedensgespräche mit der Guerillagruppe.

Die marxistisch-leninistische Nationale Befreiungsarmee (ELN) besteht aus etwa 5.000 Kämpfern. Sie ist vor allem im Osten Kolumbiens aktiv, wo sie Menschen angreift und entführt.

Die Farc, die zuvor größte Guerillaorganisation des Landes, unterzeichnete 2016 einen Friedenspakt mit der Regierung und beendete damit einen jahrzehntelangen Konflikt, der in dem südamerikanischen Land rund 220.000 Tote und Millionen Vertriebene forderte. Hunderttausende von Kämpfern… Dies ist eine gekürzte Version der Information. Lesen Sie eine andere Nachricht weiter.

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