Attila Hildmann wurde angeblich von einem Maulwurf in der Berliner Justiz gewarnt.

0

Attila Hildmann wurde angeblich von einem Maulwurf in der Berliner Justiz gewarnt.

Der mutmaßliche Verschwörungsideologe soll Informationen von einer IT-Mitarbeiterin erhalten haben. Die Frau soll auch in die Türkei gereist sein, um Hildmann zu treffen.

Bei den Ermittlungen gegen den Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann hat es nach Medienberichten offenbar einen Maulwurf in der Berliner Justiz gegeben. Wie die ARD berichtet, steht ein ehemaliger Mitarbeiter der Berliner Generalstaatsanwaltschaft im Verdacht, Informationen an den Beschuldigten Hildmann weitergegeben zu haben.

Dabei handelt es sich nach Informationen des ARD-Politikmagazins Kontraste und des NDR-Rechercheformats STRG F um die 32-jährige M. aus Berlin, die unter anderem Unterlagen zum Ermittlungsverfahren gegen Hildmann erhalten haben soll.

Eine Sprecherin der Berliner Staatsanwaltschaft bestätigte auf Anfrage, dass gegen einen ehemaligen Mitarbeiter der IT-Abteilung der Behörde wegen des Verdachts der Verletzung von Dienstgeheimnissen und des Versuchs der Strafvereitelung ermittelt wird. Daraufhin sei der Mitarbeiter fristlos entlassen worden.

Den Angaben zufolge wurde die Generalstaatsanwaltschaft eingeschaltet, um gegen die Mitarbeiterin M. zu ermitteln, die mehrfach für die Polizei gearbeitet haben soll. M. war von der Polizei u.a. im Umfeld eines Querdenkers identifiziert worden.

Die Staatsanwaltschaft wertete daraufhin aus, auf welche Daten der ehemalige Systemadministrator im Mai zugegriffen hatte, wie Sprecher Martin Steltner sagte. “Dabei kam es zu rechtswidrigen Ermittlungen gegen verschiedene Mitglieder der rechtsextremen und querdenkenden Szene”, so Steltner. Daraufhin sei im Juli die Berliner Wohnung des Verdächtigen M. durchsucht und Datenträger sichergestellt worden, fügte er hinzu.

Der Beschuldigte soll neben der Datenübergabe auch den in Deutschland gesuchten Hildmann Anfang des Jahres in der Türkei besucht haben. Dies behauptet Hildmanns alter Weggefährte Kai Enderes in einem Interview mit Kontraste und STRG F. Die Justizmitarbeiterin M. habe Enderes auch mitgeteilt, dass der Haftbefehl an Hildmann weitergeleitet worden sei.

Dem Vernehmen nach will die Justiz nun Konsequenzen aus dem Datenskandal der Generalstaatsanwaltschaft ziehen. So soll in Zukunft genauer erfasst werden, wer wann auf welche Dokumente zugegriffen hat. Ein Vertreter der Berliner Justizverwaltung erklärte zudem, dass die Strafverfolgungsbehörde prüfe, wie Daten in sensiblen Ermittlungsverfahren besser vor unbefugtem Zugriff geschützt werden können.

M., ein ehemaliger Justizmitarbeiter, lehnte den Recherchen zufolge eine Stellungnahme zu den Vorwürfen ab. Hildmann, der nach Angaben der Quellen Kontraste und STRG F ein Interview gewährte, lehnte es ab, sich zu den konkreten Vorwürfen zu äußern.

Gegen Hildmann… eine Twittermash-Zusammenfassung der neuesten Nachrichten.

Share.

Leave A Reply