Amnesty International kritisiert die Härte der griechischen Grenzschützer im Umgang mit Flüchtlingen.

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Amnesty International kritisiert die Härte der griechischen Grenzschützer im Umgang mit Flüchtlingen.

Griechenland wird von der Menschenrechtsorganisation vorgeworfen, Asylbewerber systematisch und illegal in Richtung Türkei abzudrängen. Auch, wenn es um die Anwendung von Gewalt geht.

Amnesty International verurteilt die Gewalt der griechischen Grenzschützer.

Amnesty International wirft Griechenland vor, eine illegale Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik zu betreiben.

Menschenrechtsverletzungen seien in der griechischen Flüchtlingspolitik zu einer festen Größe geworden, behauptet die Organisation in einer neuen Studie. Dem Bericht zufolge gibt es einen Mechanismus, bei dem Asylbewerber illegal in die Türkei zurückgeschickt werden. Zudem gebe es viel Gewalt.

Die griechische Regierung bestreitet, dass illegale Abschiebungen von Migranten durchgeführt werden (sogenannte Pushbacks).

Es wird von brutalen Übergriffen durch Soldaten berichtet.

Die Recherchen der Menschenrechtsorganisation beruhen auf Interviews mit 16 Personen, die 21 Pushbacks erlebt haben. Nach Angaben von Amnesty International ereigneten sich die meisten dieser Vorfälle am Fluss Evros im Nordosten Griechenlands, nahe der türkischen Grenze. Die Betroffenen gaben an, dass sie unter anderem von Soldaten brutal geschlagen und über den Fluss zurück in die Türkei geschleppt wurden.

Amnesty International schätzt, dass zwischen Juni und Dezember 2020 mindestens 1.000 Menschen von solchen “illegalen Operationen” in der Region betroffen waren, basierend auf Zeugenaussagen.

Griechenland weist die Vorwürfe zurück.

Die griechische Regierung wehrt sich gegen die Vorwürfe der illegalen Praktiken. Am vergangenen Montag erklärte Migrationsminister Notis Mitarakis: “Unser Land kontrolliert seine See- und Landgrenzen ganz klar mit Respekt vor dem internationalen Recht.” Er sagte, die Türkei sei als sicheres Drittland anerkannt, in dem Migranten keine Gefahr aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit, politischen Meinung oder religiösen Zugehörigkeit drohe.

“Griechenland wird weiterhin eine strenge, aber faire Migrationspolitik verfolgen. Eine Migrationspolitik, die die europäischen Grenzen schützt, das internationale und europäische Recht respektiert, die Menschenrechte achtet und gleichzeitig sichtbare Ergebnisse für die griechischen Bürger hat”, informierte Mitarakis.

Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks haben die griechischen Behörden von Januar 2019 bis Juni 2021 rund 94.000 Flüchtlinge und Migranten registriert.

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