Aktivisten halten eine Mahnwache vor dem Bundestag ab, um gegen Flüchtlinge an der EU-Grenze zu protestieren.

0

Aktivisten halten eine Mahnwache vor dem Bundestag ab, um gegen Flüchtlinge an der EU-Grenze zu protestieren.

Die polnischen Organisatoren der Kundgebung kritisieren, dass die Situation an der Grenze zwischen der EU und Weißrussland zu wenig Aufmerksamkeit erhält.

Mit einer Mahnwache vor dem Bundestag haben Menschenrechtsaktivisten in Berlin-Mitte auf die Flüchtlingssituation an der Grenze zwischen der EU und Weißrussland aufmerksam gemacht. Nach Schätzungen der Polizei versammelten sich am Sonntagnachmittag etwa 50 Personen. “Kein Mensch ist illegal”, hieß es auf einem Plakat.

Die polnische Initiative “razem” war der Organisator. In einem Facebook-Aufruf wurde beanstandet, dass das Thema in Deutschland und anderen EU-Ländern kaum thematisiert wird. Nach Angaben der Polizei lief die Mahnwache zunächst reibungslos ab. Insgesamt hatten sich 100 Personen angemeldet.

Die Regierungen Deutschlands und Polens werfen dem weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko vor, den Flüchtlingsstrom aus Krisengebieten an die EU-Außengrenze zu orchestrieren. Als Reaktion auf die verschärften westlichen Sanktionen gegen die ehemalige Sowjetrepublik hatte Lukaschenko Ende Mai erklärt, er werde Migranten die Weiterreise in die EU nicht mehr verbieten.

Seit Jahresbeginn haben die polnischen Grenzschützer 26.000 Versuche eines illegalen Grenzübertritts registriert, davon allein 14.200 im Oktober. Das Warschauer Parlament hat daraufhin vor zwei Wochen den Bau einer “soliden, hohen Barriere” mit einem Überwachungssystem und Bewegungsmeldern beschlossen.

Share.

Leave A Reply