Zusammenfassung: Gewalt, COVID-19 trägt zum steigenden humanitären Bedarf in der Sahelzone bei. 

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VEREINTE NATIONEN, 16. Oktober (Xinhua) – Ein Anstieg bewaffneter Gewalt in Verbindung mit den wirtschaftlichen und sozialen Folgen der COVID-19-Pandemie trägt zur Verschlechterung der Bedingungen für Kinder in der Zentralsahel bei, dem UN-Kinderhilfswerk (UNICEF). am Freitag gemeldet.

Die Agentur sagte, dass ein Rekord von 7,2 Millionen Kindern in Burkina Faso, Mali und Niger jetzt humanitäre Hilfe benötigt – ein erstaunlicher Sprung von zwei Dritteln in nur einem Jahr.

“Über eine Million Kinder wurden gewaltsam aus ihren Häusern vertrieben”, sagte UNICEF-Sprecherin Marixie Mercado aus Genf.

“Sicheres Wasser – so wichtig für das Überleben kleiner Kinder und für die Vorbeugung von COVID-19 – ist seltener als je zuvor, insbesondere bei Vertriebenen”, sagte Mercado.

In einigen Regionen von Burkina Faso, in denen eine große Anzahl von Vertriebenen lebt, sind die Bedingungen besonders akut. Bildung steht ebenfalls unter Beschuss und wirkt sich auf verschiedene Weise auf das junge Leben aus.

Gezielte Angriffe hatten bereits vor COVID-19 mehr als 4.000 Schulen in den drei Ländern geschlossen, und die Pandemie hat den Rest geschlossen.

Die Zentralsahel ist eine der ärmsten Regionen der Welt, und die humanitäre Situation insgesamt hat sich in den letzten zwei Jahren stark verschlechtert.

Das UN-Büro für humanitäre Angelegenheiten, OCHA, sagte, dass mehr als 13 Millionen Menschen Hilfe benötigen, und wie die UNICEF-Zahlen zeigen, sind mehr als die Hälfte Kinder.

Die Zahl der Menschen mit akutem Hunger hat sich im vergangenen Jahr verdreifacht und erreichte 7,4 Millionen, während die Zahl der Binnenvertriebenen von 1,5 Millionen in zwei Jahren um das Zwanzigfache gestiegen ist.

In der Zwischenzeit haben Sperren und andere Maßnahmen zur Verhinderung von COVID-19 weitere 6 Millionen Menschen in extreme Armut getrieben. Frauen und Mädchen sind besonders gefährdet, und auch geschlechtsspezifische Gewalt nimmt zu.

OCHA warnte davor, dass der Bedarf schneller steigt, als die Finanzierung mithalten kann.

Darüber hinaus teilte das Welternährungsprogramm am Freitag mit, dass der Gesamtfinanzierungsbedarf für seine Operationen in der Zentralsahel jetzt bei rund 170 Millionen US-Dollar liegt, um in den nächsten sechs Monaten kritische Unterstützung zu leisten.

Für Burkina Faso werden rund 86 Millionen Dollar benötigt, in Mali 21 Millionen Dollar und in Niger 63 Millionen Dollar.

“Die Menschen in der Grenzregion zwischen Mali, Burkina Faso und Niger befinden sich derzeit in einem Epizentrum von Konflikten, Armut und Klimawandel. Ohne Unterstützung befürchten wir, dass sich die Region zu einer der größten Krisen der Welt entwickeln könnte”, so die Agentur Sprecher Jens Laerke sagte.

Inmitten dieser Hindernisse dienen die Vereinten Nationen und ihre Partner weiterhin Menschen in Not.

Zum Beispiel haben UNICEF und Partner daran gearbeitet, Kinder mit lebensrettenden therapeutischen Nahrungsmitteln, Immunisierung gegen tödliche Krankheiten und Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen zu erreichen.

Kinder, die aus bewaffneten Gruppen entlassen wurden oder sexueller Gewalt ausgesetzt waren, erhalten ebenfalls Unterstützung bei der Genesung und Wiedereingliederung in ihre Gemeinschaften.

Mercado sagte jedoch, UNICEF-Operationen seien “kritisch unterfinanziert”.

Die Zentralsahel wird nächste Woche im Mittelpunkt der internationalen Aufmerksamkeit stehen.

Die Vereinten Nationen werden zusammen mit Dänemark, Deutschland und der Europäischen Union am Dienstag eine Ministerkonferenz über die Region veranstalten. Zu den Hauptzielen gehören die Vermittlung eines von der OCHA als “viel akuteres Notfallgefühl” bezeichneten Gefühls in Bezug auf die Situation sowie die Beschaffung von Mitteln zur Unterstützung humanitärer Maßnahmen. Enditem.

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