Wuhan verhängt ein pauschales Verbot für den Handel und den Verbrauch von Wildtieren, um die öffentliche Gesundheit zu schützen.

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Die chinesische Stadt Wuhan, in der das tödliche Coronavirus erstmals entdeckt wurde, hat den Handel mit Wildtieren streng verboten. Trotz des Mangels an Beweisen wurde ein lokaler Tiermarkt allgemein als Quelle des Ausbruchs angesehen.

Das Verbot des Handels mit Wildtieren wird laut einem am Mittwoch von der Stadtregierung von Wuhan veröffentlichten Dokument für fünf Jahre gelten.

In der Stadt, der Hauptstadt der Provinz Hubei, ist der Verzehr aller Wildtiere von nun an verboten. Der Verkauf und die Zucht wilder Tiere ist ebenfalls verboten. Darüber hinaus wurde das Territorium der Stadt als Naturschutzgebiet ausgewiesen, und sogar die Jagd auf wilde Tiere ohne triftigen Grund – wie wissenschaftliche Forschung – wurde verboten.

Der Umzug erfolgt kurz nachdem mindestens vier chinesische Provinzen, darunter Hubei, über Pläne nachgedacht haben, Farmen aufzukaufen, die wilde Tiere für Lebensmittel züchten, und andere Hilfsprogramme für Menschen vorzuschlagen, die vom Wildtierhandel leben. Anfang dieses Jahres verhängte die chinesische Zentralregierung ein vorübergehendes Verbot des Handels und Verbrauchs von Wildtieren, doch die Branche kehrte letzten Monat weitgehend zum Geschäft zurück.

Ein feuchter Markt in Wuhan, auf dem lebende Tiere für Lebensmittel verkauft werden, gilt weithin als Nullpunkt für die tödliche Pandemie, bei der weltweit über 325.000 Menschen ums Leben kamen. Insbesondere wurde spekuliert, dass ein exotischer Tierkenner eine kranke Fledermaus vom Markt beschafft und verschlungen hat, wodurch versehentlich die Covid-19-Pest ausgelöst wurde. Es gibt jedoch keine tatsächlichen Beweise für solche Theorien, und wissenschaftliche Studien haben die Behauptungen noch mehr in Zweifel gezogen.

Während es China gelungen ist, den Ausbruch des Coronavirus des Landes zu kontrollieren, verbreitet sich Covid-19 mit fast fünf Millionen Fällen weiterhin auf der ganzen Welt. Die USA sind mit rund 1,5 Millionen registrierten Infektionen und über 93.000 Todesfällen die am schlimmsten betroffene Nation.

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