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‘Neid ist eine große Sünde’: Tatjana Tarasowa schlägt die deutsche Eiskunstlaufchefin, weil sie die russische Mannschaft als “Fabrik der Champions” bezeichnet hat

Die russische Eiskunstlauf-Legende Tatiana Tarasova hat den Präsidenten des deutschen Eiskunstlaufverbands, Udo Donsdorf, getroffen, der den Erfolg Russlands bei den jüngsten Europameisterschaften in Graz kritisch beurteilte.

Bei der Diskussion über die Ergebnisse im Damen-Einzel, bei der alle Medaillen von russischen Teenager-Sensationen errungen wurden, verbarg Donsdorf seine Enttäuschung nicht und betonte, dass “kindisches Eislaufen” den schönen Sport in eine Sackgasse führen wird.

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Für mich sieht es zu kindisch aus.“, sagte der 47-Jährige. “Es wird dem Eiskunstlauf und dem Sport im Allgemeinen nichts Gutes bringen.”

Der deutsche Eiskunstlaufchef nannte die russische Eiskunstlaufmannschaft auch “Fabrik der Champions“, die sich offenbar auf die Tatsache bezieht, dass die Mitglieder des weiblichen Kaders ständig durch talentierte und ehrgeizige junge Leute ersetzt wurden.

Als Reaktion auf die Kritik ihrer deutschen Kollegin Tarasowa, die zusammen mit ihren Eiskunstläufern sieben olympische Goldmedaillen gewonnen hat, empfahl sie Donsdorf, sich mehr auf die Leistungen der deutschen Eiskunstläufer zu konzentrieren, anstatt auf den Erfolg Russlands neidisch zu sein.

Ich denke, dass der deutsche Eiskunstlaufchef Fragen zur Leistung seiner Mannschaft (bei den Europameisterschaften) haben sollte, die in der Kompetenz seines eigenen Verbandes liegen.“, sagte Tarasowa gegenüber Sport 24. “Darüber hätte er sich Sorgen machen müssen, denn seit dem Rücktritt der legendären Jutta Muller sind die Ergebnisse seiner Mannschaft miserabel geworden..”

Bei der Diskussion um die Anhebung der Altersgrenze im Frauenfeld sagte Tarasova, dass dies die deutschen Athleten nicht davor bewahren werde, von russischen Kollegen geschlagen zu werden.

Wenn getrennte Alterskategorien geschaffen werden, wird die Situation für sie nur noch schlimmer werden. Sie werden in allen Kategorien mit großem Abstand verlieren. Neid ist eine große Sünde! Jeder sollte sich daran erinnern.

Das europäische Turnier in Österreich war geprägt von der sensationellen Leistung der russischen Eiskunstläufer, die in allen vier in Graz vorgestellten Disziplinen vier Goldmedaillen gewannen.

Bei den Frauen fegten die russischen Eiskunstläuferinnen wie erwartet über das Podium und ließen alle anderen Teilnehmerinnen weit hinter dem talentierten Trio zurück, das von der prominenten Trainerin Eteri Turberidse trainiert wurde.

Alena Kostornaia und Anna Schtscherbakowa, die Gold bzw. Silber gewonnen haben, werden Russland bei der Weltmeisterschaft 2020 in Kanada im März vertreten.

Das dritte Teammitglied wird vom Trainerrat ausgewählt, wobei Alexadra Trusova, die in Graz Bronze gewann, einer der Kandidaten für einen Auftritt in Montreal ist.