„Internationale Solidarität“: Deutsche Techniker weigern sich, am Hamburger Flughafen am Flugzeug des belarussischen Präsidenten Lukaschenko zu arbeiten. 

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Technische Mitarbeiter der Lufthansa am deutschen Flughafen Hamburg haben sich geweigert, das Staatsflugzeug des belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko zu bedienen, und ihn beschuldigt, “den Befehl gegeben zu haben, auf Demonstranten in Belarus zu schießen”.

In einem Facebook-Beitrag auf der Seite der Gewerkschaft Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft wurde erklärt, dass die Techniker der Lufthansa Technik die Boeing 737 des Präsidenten nicht als Akt der „internationalen Solidarität“ und „Seite an Seite mit belarussischen Arbeitern“ bedienen würden. Darüber hinaus forderte die Gewerkschaft den Rücktritt von Lukaschenko und forderte demokratische Wahlen und die Freilassung politischer Gefangener.

Der Posten zog auch Parallelen zu einer Situation vor 31 Jahren, als sich das Unternehmen weigerte, im Flugzeug des rumänischen Präsidenten Nicolae Ceausescu zu arbeiten.

“Damals wie heute erwarten wir, dass das Management von Lufthansa Technik keine Strafen verhängt, wenn Kollegen sich weigern, an dem betreffenden Flugzeug zu arbeiten”, heißt es in der Erklärung.

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In den Monaten seit Beginn der Unruhen in Belarus hat Deutschland die Opposition unterstützt. Zusammen mit seinen EU-Partnern hat sie in Minsk Sanktionen gegen 40 Personen verhängt. Anfang Oktober traf Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin mit der prominenten Oppositionsperson Svetlana Tikhanovskaya zusammen.

“Angela Merkel trifft Sviatlana Tsikhanouskaya, belarussische Oppositionsführerin besucht Berliner Mauer” @DeutscheWellehttps: //t.co/RjNaUzgMBY

– Sviatlana Tsikhanouskaya (@Tsihanouskaya), 6. Oktober 2020

Am 9. August wurde Lukaschenko für eine sechste Amtszeit zum belarussischen Präsidenten gewählt, bei einer Abstimmung, die viele für manipuliert halten. Nach den offiziellen Ergebnissen erhielt er 80,10 Prozent der Stimmen, während Tikhanovskaya nur 10,12 Prozent erhielt. Nach der Schließung der Wahllokale begannen Massenproteste gegen die Fälschung von Ergebnissen. In den letzten Wochen sind Proteste seltener und weniger gewalttätig geworden, ziehen aber immer noch Tausende belarussischer Bürger an.

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