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Indien liegt im globalen Solarwettbewerb vorn

Die Geschichte der indischen Solarenergie markiert einen neuen Meilenstein, nachdem Indien im Dezember 2019 bei Ausschreibungen für Solar-Photovoltaik (PV) in der Asien-Pazifik-Region (APAC) die Nase vorn hatte.

Nach Angaben des Analytikunternehmens GlobalData war Indien mit 49 Prozent angekündigten Ausschreibungen und einem Anteil von 75,4 Prozent die Nummer 1 unter allen anderen Ländern der Region, gefolgt von den Philippinen (mit sechs Ausschreibungen und einem Anteil von 9,2 Prozent) und Pakistan (mit fünf Ausschreibungen und einem Anteil von 7,7 Prozent), so ein Bericht von Saur Energy International.

Weltweit war die Szene der Erneuerbaren jedoch düster.

Im vierten Quartal des Kalenderjahres 2019 wurden nur 291 Kraftwerksausschreibungen angekündigt, was dem Bericht zufolge einen Rückgang von 28 Prozent gegenüber dem Durchschnitt der letzten vier Quartale von 404 bedeutet. Alle Top-Emittenten von Solarausschreibungen für Dezember 2019 hinsichtlich der in der APAC-Region involvierten Stromkapazitäten kamen aus Indien. Etwa 85 Prozent dieser Ausrüstung wurden laut The Indian Express aus China, Vietnam und Malaysia importiert.

Indien hat 31 Gigawatt (GW) an Solarkapazität installiert, 17 GW sind im Bau, während Ausschreibungen für 35 GW veröffentlicht wurden. Für die Herstellung von PV-Solarzellen hat Indien eine installierte Produktionskapazität von 3 GW und 10 GW für Module. Die Nation hat sich das Ziel gesetzt, bis März 2022 eine installierte Kapazität von 175 GW sauberer Energie zu erreichen, wovon 100 GW auf Solaranlagen entfallen sollen.

Indien steht vor Import-Herausforderungen

Die Importzahlen vom Dezember haben erneut ein großes Problem des indischen Solarsektors unterstrichen.

Trotz des “Make in India”-Programms der indischen Regierung und der hohen Zölle, die auf die Einfuhr dieser Art von Waren erhoben werden, bringt die Industrie weiterhin Ausrüstung aus dem Ausland mit.

Laut dem Bericht von Indian Express betrug das Geld für die Einfuhr von PV-Zellen und -Modulen in den letzten fünf Jahren etwa das Dreifache der kumulativen ausländischen Direktinvestitionen (FDI) Indiens in Höhe von 4,83 Milliarden US-Dollar, die in den gesamten Sektor der erneuerbaren Energien flossen.

Es gibt keine kommerzielle Produktion für vorgelagerte Stufen der Solar-PV-Herstellung, wie Wafer, Ingots und Polysilizium, da sie energie- und kapitalintensiv ist, weshalb man auf Importe angewiesen ist, berichtet The Indian Express.

SECI fordert zur Abgabe von Angeboten auf

Unterdessen wurden im Januar 2020 von der Solar Energy Corporation of India (SECI) neue Angebote für die Errichtung von 1,2 GW netzgekoppelter Solarstromerzeugungskapazität im Rahmen der achten Tranche ihres zwischenstaatlichen Übertragungssystemprogramms ausgeschrieben, berichtete das pv magazine.

SECI wird mit den erfolgreichen Bietern einen 25-jährigen Stromkaufvertrag (PPA) unterzeichnen.

Aber nicht jeder Experte oder Analytiker ist der Meinung, dass mit dem indischen Solarenergieprogramm alles in Ordnung ist.

Einige haben auf eine Flaute in den letzten Monaten hingewiesen. Die Website downtoearth.org nannte mehrere Gründe für den “Einbruch” der Solarenergie, einer davon war die willkürliche Einführung der Steuer auf Waren und Dienstleistungen, während ein anderer Grund das Beharren verschiedener Provinzregierungen auf dem Verkauf von Solarenergie zu weitaus günstigeren Tarifen an Vertriebsunternehmen war.

Eine weitere Hürde stellt die Unfähigkeit der Solaranlagen dar, ihre volle installierte Kapazität zu erreichen. Der Bericht wies darauf hin, dass von den insgesamt 63,9 GW an Solar- und Windkapazität, für die 2018-19 Ausschreibungen veröffentlicht wurden, 31 Prozent annulliert, 26 Prozent unterzeichnet und 10 Prozent verspätet waren.

Nur 34 Prozent wurden für die Entwicklung versteigert, heißt es in einem Artikel vom September 2019, der laut dem Bericht die Analysefirma Crisil zitiert.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf Oilprice.com veröffentlicht.