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Größte Zahl der 2019 vertriebenen Kinder: UNICEF

VEREINTE NATIONEN, 5. Mai (Xinhua) – Schätzungsweise 19 Millionen Kinder lebten 2019 mehr als je zuvor aufgrund von Konflikten und Gewalt in ihren eigenen Ländern – einige von ihnen laut einem neuen Bericht der Vereinten Nationen jahrelang Kinderhilfswerk (UNICEF).

Ende 2019 wurden schätzungsweise 46 Millionen Menschen durch Konflikte und Gewalt intern vertrieben. Mehr als 4 von 10 oder 19 Millionen waren Kinder, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Bericht „Lost at Home“.

Weitere Millionen wurden durch Katastrophen vertrieben. Diese Kinder werden aus ihren Häusern und Gemeinden vertrieben und gehören zu den am stärksten gefährdeten der Welt. Die anhaltende COVID-19-Pandemie wird laut dem Bericht noch mehr Schaden und Unsicherheit in ihr Leben bringen.

“Millionen von vertriebenen Kindern auf der ganzen Welt gehen bereits ohne angemessene Pflege und Schutz aus”, sagte Henrietta Fore, Executive Director von UNICEF. „Wenn neue Krisen wie die COVID-19-Pandemie auftreten, sind diese Kinder besonders gefährdet. Regierungen und humanitäre Partner müssen unbedingt zusammenarbeiten, um sie sicher, gesund, lernfähig und geschützt zu halten. “

Intern vertriebene Kinder haben keinen Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen und sind dem Risiko von Gewalt, Ausbeutung, Missbrauch und Menschenhandel ausgesetzt, heißt es in dem Bericht. Sie sind auch dem Risiko von Kinderarbeit, Kinderehe und Familientrennung ausgesetzt, die alle eine direkte Bedrohung für ihre Gesundheit und Sicherheit darstellen.

Die COVID-19-Pandemie macht eine kritische Situation für vertriebene Kinder und Familien noch schlimmer. Sie leben oft in überfüllten Lagern oder informellen Siedlungen, in denen der Zugang zu grundlegenden Hygiene- und Gesundheitsdiensten eingeschränkt ist und in denen keine physische Distanzierung möglich ist. Diese Bedingungen sind für die Ausbreitung von Krankheiten wie COVID-19 sehr förderlich, heißt es in dem Bericht.

Im Jahr 2019 gab es 12 Millionen neue Vertreibungen von Kindern, 3,8 Millionen davon wurden durch Konflikte und Gewalt verursacht, und 8,2 Millionen durch Katastrophen, die laut dem Bericht hauptsächlich auf wetterbedingte Ereignisse wie Überschwemmungen und Stürme zurückzuführen sind.

UNICEF fordert strategische Investitionen und gemeinsame Anstrengungen von Regierungen, Zivilgesellschaft, Privatsektor, humanitären Akteuren und Kindern selbst, um die kinderspezifischen Treiber der Vertreibung, insbesondere alle Formen von Gewalt, Ausbeutung und Missbrauch, anzugehen.

UNICEF fordert die Regierungen außerdem auf, konkrete Maßnahmen und Investitionen zu ergreifen, die dazu beitragen, allen intern vertriebenen Kindern und ihren Familien Schutz und gerechten Zugang zu Dienstleistungen zu bieten. Enditem