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German FM beschwert sich über US-Drohung mit Nord Stream 2-Sanktionen

BERLIN, 10. August (Xinhua). Bundesaußenminister Heiko Maas sagte am Montag, er habe sich beim US-Außenminister Mike Pompeo über die Androhung von Sanktionen gegen eine deutsche Hafengesellschaft aufgrund des Nord Stream 2-Projekts beschwert.

Maas sagte, er habe am Sonntag telefonisch mit Pompeo gesprochen, um sich über die Entscheidung von drei US-Senatoren zu beschweren, die dem deutschen Hafenbetreiber Faehrhafen Sassnitz mit Sanktionen wegen der Unterstützung des russisch-deutschen Gaspipeline-Projekts drohten.

In ihrem am Freitag veröffentlichten Brief warnten die drei Senatoren, dass der Hafenbetreiber seine künftige finanzielle Lebensfähigkeit zerstören könnte, wenn er nicht die Zusammenarbeit mit Unternehmen einstellt, die an der 1.230 km langen Pipeline von Russland über die Ostsee nach Deutschland arbeiten.

"Ich habe es gestern in einem Telefonat erwähnt und meine Überraschung und mein Missfallen zum Ausdruck gebracht", sagte Maas am Montag in Berlin.

Washington und Berlin sind bei der Nord Stream 2-Pipeline schon lange uneins.

US-Präsident Donald Trump hat lange seine Unzufriedenheit über das Nord Stream 2-Projekt zum Ausdruck gebracht und sich über die hohe Zahlung Deutschlands an Russland für Energie und "Kriminalität" bei Militärausgaben beschwert.

Die deutsche Regierung und Beamte haben wiederholt die US-Sanktionen und die extraterritoriale Regierung Washingtons verurteilt.

Letzte Woche forderte der Vorsitzende des Bundestags-Wirtschaftsausschusses, Klaus Ernst, die Bundesregierung auf, Gegenmaßnahmen zu erwägen und gegebenenfalls Strafzölle gegen das US-amerikanische LNG-Gas einzuführen. Enditem