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Eine niedrigere Insolvenzzahl in Deutschland spiegelt keine COVID-19-Effekte wider

BERLIN, 10. August (Xinhua). Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen deutscher Unternehmen ging im Mai gegenüber dem Vorjahr um 9,9 Prozent auf knapp über 1.500 zurück, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mit.

Die durch COVID-19 verursachten wirtschaftlichen Probleme hätten sich jedoch noch nicht in einem Anstieg der Insolvenzen niedergeschlagen, da die Regierung die Insolvenzanmeldung im März ausgesetzt hatte, so Destatis.

Die höchste Anzahl von Unternehmensinsolvenzen im Mai wurde im deutschen Handel mit 247 Insolvenzen registriert, gefolgt von 235 Insolvenzanträgen von Unternehmen aus dem Bausektor.

Die vorläufigen Zahlen für Juli zeigten ebenfalls einen "deutlichen Rückgang der Anzahl der Verfahren", da die Zahl gegenüber dem Vorjahr um fast 30 Prozent zurückging.

Trotz der geringen Insolvenzzahlen gab das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (IWH) letzte Woche bekannt, dass Unternehmensinsolvenzen in Deutschland mehr als dreimal so viele Arbeitsplätze im Vergleich zu den Monatsdurchschnitten seit Jahresbeginn mit "mehr großen Unternehmen" betrafen bankrott gehen. "

"Die Anzahl der Insolvenzen an sich ist derzeit kein guter wirtschaftlicher Indikator für die wirtschaftlichen Belastungen der Coronavirus-Krise", erklärte Steffen Müller, Leiter der IWH-Insolvenzforschungseinheit.

"Es gibt eine allgemeine Tendenz für kleine Unternehmen, die Insolvenzanmeldung zu verschieben, bis sie unvermeidlich wird", warnte Müller, der einen "starken Anstieg" der Zahl der Insolvenzen erwartete, nachdem die Aussetzung der Insolvenzanmeldung durch die Bundesregierung Ende September abgelaufen war. Enditem