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Ehemaliger Sprecher der Russisch-Orthodoxen Kirche kollabiert und stirbt in Moskau im Alter von nur 51 Jahren

Ein ehemaliger Sprecher der russisch-orthodoxen Kirche, Wsewolod Chaplin, ist in Moskau plötzlich gestorben. Der ultrakonservative Kleriker war für seine kontroversen Äußerungen bekannt, die oft bei häufigen Auftritten in den russischen Medien gemacht wurden.

Chaplin fühlte sich Berichten zufolge krank, als er auf einer Bank in der Nähe der Kirche saß, in der er am Sonntag diente. Dann stürzte er zu Boden, und als der Krankenwagen eintraf, war es zu spät. Den Medienberichten zufolge erlitt der Erzpriester einen Asthmaanfall, obwohl die genaue Todesursache noch nicht bekannt ist.

Chaplin leitete zwischen 2009 und 2015 die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der Kirche und fungierte bis zu seiner Entlassung als Sprecher der religiösen Körperschaft. In dieser Zeit machte er sich einen Namen mit seinen freimütigen und höchst kontroversen Äußerungen zu sozialen Fragen und zur Außenpolitik. Er setzte sich wiederholt für die Wiederherstellung der Monarchie in Russland ein, forderte eine aktivere Rolle Moskaus im Ukraine-Konflikt und beschrieb die russische Antiterroroperation in Syrien als eine “Heiliger Krieg”.

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In einer besonders augenzwinkernden Erklärung vom April 2018 sagte er, dass die Einwohner von Moskau und St. Petersburg sich auf einen Raketenangriff vorbereiten sollten, der die Städte in der “Kommende Tage”.

Seit seiner Entlassung aus der Sprecherrolle – die er als politischen Schritt gebrandmarkt hatte – diente Chaplin weiterhin als Rektor in einer der Moskauer Kirchen und moderierte mehrere Fernseh- und Radiosendungen, während er auch in den sozialen Medien aktiv war.

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