Die in Berg-Karabach gemeldeten Explosionen in Baku werfen Armenien vor, die aserbaidschanische Stadt nur wenige Stunden nach dem Waffenstillstand beschossen zu haben. 

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Aserbaidschan und Armenien haben sich gegenseitig beschuldigt, am späten Samstag gegen den Waffenstillstand in der Region Berg-Karabach verstoßen zu haben. Die Hauptstadt der selbsternannten Republik, Stepankert, ist Berichten zufolge schwer beschossen worden.

Aserbaidschan beschuldigte Armenien, die Stadt Terter mit Artilleriefeuer getroffen zu haben.

RT-Korrespondent Igor Zhdanov sagte, in Stepankert, der Hauptstadt der abtrünnigen Region Berg-Karabach, seien am späten Samstag Alarmsirenen zu hören. In der Stadt seien mehrere Explosionen – sowohl in der Luft als auch am Boden – beobachtet worden, fügte er hinzu.

Mehrere Explosionen erschüttern #Stepanakert 11 Stunden nach Beginn des Waffenstillstands. Luftangriffssirenen sind eingeschaltet. # NagornoKarabakh # Karabakh

– Igor Zhdanov (@IgorZhdanovRT), 10. Oktober 2020

Der kurzlebige Waffenstillstand, der am Freitag während eines Treffens der rivalisierenden Parteien in Moskau erreicht wurde, trat am Samstagnachmittag in Kraft.

Die von Russlands Außenminister Sergej Lawrow vermittelten Verhandlungen dauerten rund 10 Stunden. Die beiden Seiten einigten sich darauf, die Kämpfe aus “humanitären” Gründen zu unterbrechen und Gefangene sowie die Leichen der gefallenen Soldaten auszutauschen. Der Austausch sollte vom Roten Kreuz beobachtet werden.

Die Kämpfe brachen Ende September in Berg-Karabach aus. Die von Armenien unterstützte selbsternannte Republik und Aserbaidschan machten sich gegenseitig für die Eskalation verantwortlich. Aserbaidschan hat breite Unterstützung von der Türkei erhalten, wobei Ankara sogar über eine direkte Intervention in den Krieg nachdenkt.

Die vorwiegend von ethnischen Armeniern bevölkerte Region Berg-Karabach löste sich in den neunziger Jahren nach einem blutigen Krieg von Aserbaidschan ab.

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