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Die Ice-Locked Arctic Science Expedition steht vor Herausforderungen, nachdem Teammitglieder positiv auf COVID-19 getestet wurden

Eine Person, die an einer internationalen Expedition zur Untersuchung der Auswirkungen des Klimawandels in der Arktis beteiligt ist, hat das Coronavirus positiv getestet. Diese Entwicklung könnte diese wichtige wissenschaftliche Mission unterbrechen.

Ein Teammitglied der Expedition, bekannt als MOSAiC, hat positiv auf COVID-19 getestet, was zur Quarantäne von 20 anderen Teammitgliedern führte, berichtet Nature News. Keine dieser Personen ist derzeit in der Arktis stationiert, aber ihre Abwesenheit wird voraussichtlich die Luftkomponente der Forschung stören, da alle betroffenen Mitglieder aus der Luftkomponente der Mission stammen.

MOSAiC oder Multidisziplinäres Drift-Observatorium zur Untersuchung des arktischen Klimas ist eine gewaltige Mission, an der Hunderte von Forschern aus 20 Ländern beteiligt sind. Ziel der Expedition ist es, die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf die Arktis zu untersuchen, eine Region, die die MOSAiC-Forscher aufgrund der Empfindlichkeit der Arktis gegenüber der globalen Erwärmung als „Klimaküche“ bezeichnen. Bei MOSAiC handelt es sich um einen großen deutschen Eisbrecher namens Polarstern, das seit Oktober letzten Jahres im Eis eingeschlossen ist.

Auf einer Landebahn in der Nähe von Polarstern können Flugzeuge starten und landen. (Bild: MOSAiC)

Das Polarstern, das am 20. September 2019 in See stach, soll ein ganzes Jahr in der Arktis verbringen, einschließlich eines beispiellosen Aufenthalts im arktischen Winter 2019-2020. Das Forschungsprojekt in Höhe von 154 Mio. USD (126 Mio. GBP) wird von Markus Rex vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), geleitet.

Wie Nature News berichtet, bleiben alle betroffenen Personen derzeit in ihren Häusern, während sie auf das Ende ihrer 14-tägigen Quarantäne warten. Flüge zurück zum Polarstern sollten am 12. März wieder aufgenommen werden, und dies wird sie daran hindern, sich ihren Teammitgliedern in der Arktis anzuschließen. Nature News bietet weitere Details zu dieser sich entwickelnden Geschichte:

Um das Risiko einer Exposition gegenüber dem Coronavirus zu minimieren, werden alle Teammitglieder, die MOSAiC… beitreten sollen, auf Coronavirus getestet, bevor sie ihre Häuser nach Svalbard, Norwegen, verlassen, von wo aus sie zum Schiff aufbrechen. Dort werden sie ein zweites Mal getestet, bevor sie abreisen dürfen. Die infizierte Person war am 5. März mit anderen Flugzeugmitgliedern in einem Workshop in Bremerhaven gewesen; Die erste Testrunde wurde im Rahmen dieses Treffens durchgeführt.

Alle 20 Personen, die sich derzeit in Quarantäne befinden, und die Person mit COVID-19 arbeiten für das MOSAiC-Flugteam. Dies könnte möglicherweise die Fähigkeit der Forscher beeinträchtigen, atmosphärische Daten zu sammeln und arktische Regionen von oben zu untersuchen. Hubschrauber werden zum Beispiel verwendet, um die Dicke von Eisschollen zu messen, und DC 3-Polarflugzeuge führen verschiedene wissenschaftliche und logistische Aktivitäten über den arktischen Eisschollen durch.

Die Wissenschaftler arbeiten unter einem engen Fenster, während der arktische Winter zu Ende geht. Weitere Verzögerungen könnten „unsere Fanghäufigkeit verringern [scientific] Ereignisse, die wir sehen wollen “, sagte Matthew Shupe, Atmosphärenwissenschaftler an der University of Colorado und der US-amerikanischen National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), gegenüber Nature News.

Wissenschaftliche Instrumente in der Nähe von Polarstern installiert. (Bild: MOSAiC)

Das Polarstern ist derzeit in der Nähe des Nordpols stationiert und dient dort als zentraler Knotenpunkt für die Expedition. In der Nähe befindet sich ein aus mehreren Strukturen bestehendes Eislager sowie eine Landebahn für ein- und ausgehende Flugzeuge. Es ist im Grunde eine temporäre Stadt, die auf einer Eisscholle gebaut wurde.

Von hier aus haben die Wissenschaftler das arktische Meereis, die Atmosphäre und das marine Ökosystem (einschließlich Eisbären) untersucht. Die Forscher hatten bereits mit Unwettern zu kämpfen, darunter Winde mit einer Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern und Temperaturen von bis zu minus 32 Grad Celsius. Unter diesen rauen Bedingungen ist das Letzte, was diese Missionsmitglieder im Moment brauchen, dass der COVID-19-Ausbruch die Arktis erreicht, wo sich die Krankheit auf die Mitglieder des Lagers und die auf dem Schiff ausbreiten könnte.

In der Tat sind Boote, wie jüngste Episoden mit Kreuzfahrtschiffen gezeigt haben, wie gigantische Petrischalen, die auf dem Wasser schwimmen. Viren verbreiten sich aufgrund der engen Räume und der Nähe der Schiffskameraden wie ein Lauffeuer auf Schiffen. Dass 20 Mitglieder des Flugteams der Mission erst beitreten können, wenn sie die Quarantäne bestanden haben, ist sehr sinnvoll.

Der Geist ist jedoch verblüfft über die enorme Reichweite dieser alarmierenden Pandemie, da sie jetzt ein Team bedroht, das in der Nähe des Nordpols arbeitet.

Ausgewähltes Bild: Michael Gutsche