Die deutsche Schifffahrtsindustrie ist von der Coronavirus-Pandemie „stark betroffen“

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BERLIN, 19. Mai (Xinhua). Laut einer Unternehmensumfrage des Deutschen Reederverbandes (VDR) vom Dienstag gingen die Umsätze deutscher Reedereien im März und April durchschnittlich um 30 bis 40 Prozent zurück.

Gleichzeitig verzeichneten 44 Prozent der Reedereien laut einer Umfrage unter 50 Reedereien, darunter fast alle der 30 größten Schifffahrtsunternehmen aus Deutschland, bereits eine „erhebliche Wertminderung“ ihrer Liquidität.

“Die Folgen der Coronavirus-Pandemie werden für die deutsche Seeschifffahrt immer schwerwiegender”, so der VDR.

“Die Kreuzfahrt- und Fährschifffahrt war von Anfang an stark von der Pandemie betroffen”, sagte Alfred Hartmann, Präsident des VDR, und fügte hinzu, dass die Umfrage “klar” zeigte, dass fast alle Bereiche des Industriesegments “stark betroffen” waren.

Die deutsche Schifffahrtsindustrie hatte nach der Finanzkrise 2008/09 bereits rund 1.500 Schiffe an andere Länder verloren, ein Drittel der damaligen Flotte. “Wesentliche Teile der deutschen Handelsflotte sind in ihrer Existenz absehbar gefährdet”, warnte Hartmann.

Wenn sich Produktion und Verbrauch weltweit nicht bald erholen würden, könnten “die Folgen der Pandemie weitaus schwerwiegender sein als die Finanzkrise” für die deutsche Schifffahrtsindustrie und Zehntausende von Arbeitsplätzen gefährden, warnte der VDR.

Obwohl auch in deutschen Reedereien Kurzarbeit verzeichnet war, ergab die Umfrage, dass Entlassungen derzeit von über 90 Prozent der Unternehmen nicht geplant waren. Enditem

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