Deutschland meldet neuen Rekord von 7.334 täglichen COVID-19-Infektionen. 

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BERLIN, 16. Oktober (Xinhua). Die Zahl der neuen COVID-19-Infektionen in Deutschland stieg weiter an und erreichte mit 7.334 Fällen innerhalb eines Tages einen neuen Rekord. Die Gesamtzahl stieg auf 348.557, teilte die nationale Behörde für Krankheitsbekämpfung, Robert Koch Institute (RKI), mit am Freitag.

Der bisherige tägliche Rekord an Neuinfektionen wurde am Donnerstag nach Angaben des RKI bei 6.638 registriert. Die tägliche Fallzahl vom Donnerstag markierte einen Sprung von rund 1.500 am Vortag. Der bisherige Infektionspeak von rund 6.300 Fällen pro Tag war Ende März, berichtete die deutsche Nachrichtenagentur dpa.

Erhöhte Infektionszahlen waren laut dem jüngsten täglichen Lagebericht des RKI insbesondere mit privaten Feiern mit Familie und Freunden verbunden.

Es wurden jedoch auch mehr COVID-19-bezogene Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen gemeldet. “Da ältere und schutzbedürftige Menschen zunehmend mit SARS-CoV-2 infiziert sind, nehmen Krankenhausaufenthalte und Todesfälle zu”, sagte der RKI und verwies auf das Virus, das COVID-19 verursacht.

Die Zahl der COVID-19-Patienten, die sich einer Intensivbehandlung unterziehen, stieg am Donnerstag innerhalb eines Tages um über 50 auf 655, und laut RKI musste fast die Hälfte der Patienten an ein Beatmungsgerät angeschlossen werden.

Helge Braun, Leiter der Kanzlei, sagte am Freitag gegenüber dem deutschen Sender RTL / n-tv, dass die COVID-19-Situation in Deutschland “erheblich ernster” sei als im Frühjahr. “Wir erwarten nicht, dass die Zahlen morgen sinken”, sagte Braun.

Ebenfalls am Freitag ergab eine vom ARD veröffentlichte DeutschlandTrend-Umfrage, dass 68 Prozent der deutschen Staatsbürger landesweit einheitliche COVID-19-Vorschriften befürworteten.

Nur 30 Prozent der Deutschen befürworteten die Beibehaltung regionaler Unterschiede, angepasst an die lokalen Infektionsfälle, so die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap unter mehr als 1.000 Bürgern.

Trotz steigender COVID-19-Zahlen ergab die Umfrage, dass 62 Prozent der Deutschen kaum oder wenig besorgt waren, sich mit dem Coronavirus zu infizieren.

Die Zahl der “sehr besorgten” Menschen stieg jedoch im Vergleich zur Umfrage von Anfang Oktober um drei Prozentpunkte auf 11 Prozent.

Die Befragten unter 40 Jahren waren besonders besorgt über eine mögliche Infektion. Laut der Umfrage äußerte fast jede zweite Person in dieser Altersgruppe Angst vor einer Infektion. Unter den über 65-Jährigen äußerten nur 29 Prozent solche Bedenken.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer kündigten am Mittwoch strengere COVID-19-Maßnahmen an, konnten sich jedoch in mehreren Fragen wie einem Reise- und Unterbringungsverbot oder landesweit einheitlichen Gesundheitsvorschriften nicht einigen.

Zu den Gesundheitsmaßnahmen in Deutschland zählen jetzt maximal 10 Teilnehmer und zwei Haushalte bei privaten Veranstaltungen in den als Coronavirus-Hotspots ausgewiesenen Teilen Deutschlands, berichtete dpa.

Sie beschlossen auch, Pubs und Restaurants in diesen Hotspots zu bestellen, um um 23 Uhr zu schließen. Die neuen Regeln werden in Regionen mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche gelten, sagte dpa.

In Regionen, in denen die Zahl der Neuinfektionen innerhalb einer Woche auf 35 pro 100.000 Einwohner gestiegen ist, soll das obligatorische Tragen von Gesichtsmasken auf Gebiete ausgedehnt werden, in denen sich Menschen für längere Zeit versammeln, sagte dpa.

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollten Gesichtsmasken als Teil einer umfassenden Strategie von Maßnahmen zur Unterdrückung der COVID-19-Übertragung und zur Rettung von Menschenleben verwendet werden.

Seit Beginn der COVID-19-Ausbrüche Anfang 2020 ist das Tragen von Masken in der Öffentlichkeit in asiatischen Ländern wie China, Südkorea und Japan weit verbreitet, um die Ausbreitung der Krankheit zu begrenzen. Enditem.

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