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Der Nettogewinn des deutschen Autoherstellers BMW sinkt im ersten Halbjahr um mehr als 80 Prozent

BERLIN, 5. August (Xinhua). Der Nettogewinn der BMW Group ist im ersten Halbjahr (H1) des laufenden Geschäftsjahres gegenüber dem Vorjahr um 82,5 Prozent auf 362 Millionen Euro gesunken, teilte der deutsche Autobauer mit Am Mittwoch.

Der Umsatz von BMW ging nach Angaben des deutschen Unternehmens im ersten Halbjahr um 10,3 Prozent auf 43,2 Milliarden Euro zurück. Insgesamt lieferte BMW 962.575 Fahrzeuge seiner Marken BMW, MINI und Rolls-Royce an Kunden weltweit aus, ein Rückgang um 23 Prozent.

“Die negativen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie waren in der Zeit von April bis Juni stärker zu spüren”, so BMW.

Im zweiten Quartal (Q2) ging der Konzerngewinn vor dem Finanzergebnis stark auf einen negativen Wert von 666 Millionen Euro zurück, nach 2,2 Milliarden Euro im Vorjahresquartal. Eine “starke Leistung” des Joint Ventures BMW Brilliance Automotive Ltd. in China trug jedoch zu einem verbesserten Finanzergebnis bei.

“Unsere schnelle Reaktionsfähigkeit und konsequente Managementstrategie haben es uns ermöglicht, die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die BMW Group im ersten Halbjahr zu begrenzen”, sagte Oliver Zipse, Vorstandsvorsitzender der BMW AG, am Mittwoch in München.

Nachdem BMW im März in vielen Werken als Reaktion auf die COVID-19-Krise Kürzungen vorgenommen hatte, leitete BMW im zweiten Quartal einen “koordinierten Neustart” seiner Produktionsanlagen ein. Seit Mitte Juni arbeiteten alle Produktionsstätten wieder in regelmäßigen Schichten.

In Europa gingen die Auslieferungen von BMW-, MINI- und Rolls-Royce-Fahrzeugen im ersten Halbjahr um 32,3 Prozent auf 372.754 zurück. Der Absatz in Deutschland ging um 27,9 Prozent auf 116.362 Einheiten zurück.

In China sei ab April ein “positiverer Trend” zu verzeichnen, stellte BMW fest. Aufgrund des Umsatzwachstums im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr ging der Halbjahresabsatz in China nur um 6 Prozent auf 329.447 Einheiten zurück.

Trotz des allgemeinen Absatzrückgangs stieg die Zahl der an Kunden ausgelieferten elektrifizierten BMW- und MINI-Fahrzeuge laut BMW im ersten Halbjahr um 3,4 Prozent auf 61.652 Einheiten.

“Wir blicken jetzt mit vorsichtigem Optimismus auf das zweite Halbjahr”, betonte Zipse. Für das Automobilsegment erwartet BMW für 2020 weiterhin eine EBIT-Marge zwischen 0 und 3 Prozent. Enditem