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Chiles Wirtschaftswachstum 2019 ist das niedrigste seit zehn Jahren: die Zentralbank

Santiago, 18. März (Xinhua). Die chilenische Wirtschaft wuchs 2019 um 1,1 Prozent. Dies war die schlechteste Leistung seit zehn Jahren, hauptsächlich aufgrund sozialer Umwälzungen, die die Produktivität im vierten Quartal beeinträchtigten, teilte die chilenische Zentralbank am Mittwoch mit.

Die Zahl entsprach nicht der 3-Prozent-Prognose für das Wirtschaftswachstum für 2019.

Nach Angaben der Bank verzeichnete das chilenische Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal 2019 ein kumuliertes Wachstum von 2,2 Prozent, doch die sozialen Unruhen im vierten Quartal kehrten die wirtschaftlichen Gewinne um.

Das BIP des Landes ging im vierten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Prozent zurück, da seit Mitte Oktober landesweit heftige Proteste gegen Ungleichheit und hohe Lebenshaltungskosten erhoben wurden, so die Bank.

Die weltweite wirtschaftliche Unsicherheit dämpfte auch das Inlandswachstum. Die Inlandsnachfrage sei von Oktober bis Dezember um 3,3 Prozent zurückgegangen.

Insbesondere der Bergbausektor ging um 2 Prozent zurück, was auf niedrigere Preise für Chiles Hauptexportprodukt Kupfer zurückzuführen sei.

Im Handelssektor gingen sowohl die Exporte als auch die Importe 2019 um 2,3 Prozent zurück.

Die Bank prognostiziert für 2020 ein Wirtschaftswachstum von 1 Prozent, das unter der Prognose der chilenischen Regierung von 1,3 Prozent liegt.