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Bayer schlägt offenbar Milliardenvergleich vor

Wegen des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat in den USA laufen Tausende Klagen gegen Bayer. Einem Bericht zufolge wird der Konzern den Streit nun mit einer Milliardensumme beilegen.

Einem Agenturbericht zufolge strebt Bayer im Glyphosat-Streit einen Vergleich in Höhe von acht Milliarden Dollar an. Also wolle der Chemie- und Pharmakonzern die mehr als 18.000 Klagen in den USA wegen des umstrittenen Unkrautvernichters beenden. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Ein Konzernsprecher wollte dies nicht kommentieren. Der von einem Gericht als Mediator eingesetzte US-Anwalt Ken Feinberg teilte per E-Mail mit, eine Kompensation sei in den Gesprächen noch nicht einmal diskutiert worden. "So eine Erklärung ist reine Fiktion", heißt es weiter. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

An der Börse hatte die Bayer-Aktie zuvor zeitlich bis zu elf Prozent zugelegt. Einem Insider zufolge soll der Leverkusener Konzern in Verhandlungen mit den Klägeranwälten eingestiegen sein. Diese fordern demnach mehr als zehn Milliarden Dollar.

Über einen möglichen Vergleich war schon länger spekuliert worden. Bayer-Chef Werner Baumann hatte Ende Juli auch öffentlich einen Vergleich in Betracht gezogen, um die Klagewelle zu beenden.

Dafür hatte er allerdings zwei Bedingungen genannt. To be be be be be be be be be be be be be be be be be be be be be be be be be be be be be be be be be be be be be be. Man wird aber weiter entschlossen, sich zur Wehr zu setzen.

Vergleichswert geringer als erwartet

Bayer sieht sich in den USA mit etwa 18.400 Klägern wegen des umstrittenen Unkrautvernichters seiner Tochter Monsanto konfrontiert. Die Klagewelle, die sich Bayer mit der 63 Milliarden Dollar teuren Übernahme des Glyphosat-Entwicklers ins Haus geholt hat, belastet das Unternehmen schwer.

The shares had more than a Drittel an value lost – around 30 Milliarden Euro – after an year in a process to a cancer erkrankten Mann in California. Eine Jury zu dem Ergebnis kam, dass Monsanto vor Risiken im Zusammenhang mit seinen Unkrautvernichtern hätte warnen müssen .

Bayer hat die Vorwürfe gegen Glyphosat stets zurückgewiesen und darauf verwiesen, dass Zulassungsbehörden weltweit das Herbizid bei sachgemäßer Anwendung als sicher bewerteten. In drei Verfahren wurde das Unternehmen bereits zu Schadensersatz verurteilt.

Ein Vergleich in der Höhe von acht Milliarden Dollar wäre deutlich weniger als viele Analysten zuletzt erwartet hatten. Experte Markus Mayer von der Baader Bank

Analyst Günther Zechmann von Bernstein Research äußerte sich ähnlich optimistisch. Alles unter 30 Milliarden Dollar wäre positiv für den Aktienkurs, sagte er. 30 Prozent Luft nach oben – gerechnet ohne die Gewinne vom Freitag.

Richter Vince Chhabria, bei dem Hunderten Klagen waren, hatten die Streitparteien bereits zu einer einvernehmlichen Lösung aufgefordert und mit Feinberg einen Mediator bestellt. Der Anwalt vergoldet als bekanntester US-Experte in Entschädigungsfragen und wird häufig als Schlichter berufen. Er war unter anderem für Kompensationen nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko zuständig.

Dabei bekommt das Management auch Druck vom Hedgefonds Elliott, der rund zwei Prozent an Bayer hält. Insidern zufolge pocht Elliott auf einen Vergleich in den USA.