Was sind die Vorteile von mikrobiologischen Tests auf Parodontitis in der Zahnmedizin?

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Was sind die Vorteile von mikrobiologischen Tests auf Parodontitis in der Zahnmedizin?

Bakterien sind die Ursache für Parodontitis. Daher ist es sinnvoll, sie näher zu untersuchen. Dazu können spezielle Tests eingesetzt werden. Allerdings ist ihr Nutzen laut einem Experten äußerst eingeschränkt.

Was sind die Vorteile von parodontal-mikrobiologischen Tests?

Radfahren in der Stadt

Die Ursachen der Parodontitis zu erkennen und eine gezielte Behandlung zu ermöglichen: Dabei sollen mikrobiologische Tests helfen.

Andererseits können die Patienten in der Regel das Geld für die Tests sparen, denn sie können mehr als 100 Euro kosten und müssen aus eigener Tasche bezahlt werden.

Professor Peter Eickholz, Parodontologe, ist eine bekannte Größe in diesem Fachgebiet. Im Interview erklärt er, warum der sogenannte Markerkeimnachweis in den allermeisten Fällen für die Behandlung und damit für die Patienten wenig hilfreich ist.

Einige Zahnärzte, Herr Eickholz, bieten einen mikrobiologischen Test auf Parodontitis verursachende Keime an. Was ist Ihre Meinung dazu?

Peter Eickholz: Parodontitis wird durch die Reaktion der Infektionsabwehr des Patienten auf die bakterielle Plaque – den Biofilm – ausgelöst und nicht durch eine Infektion mit wenigen Bakterienarten. Tests auf wenige Bakterienarten haben in ihrem jetzigen Zustand keinen Einfluss auf therapeutische Entscheidungen oder liefern nützliche Informationen über die klinische Diagnose hinaus.

Das heißt, sie sind nutzlos, wenn es um die Auswahl von Antibiotika für die Behandlung geht. So steht es explizit in der Leitlinie 2018 zum unterstützenden Antibiotikaeinsatz in der Parodontitistherapie, die auf Basis wissenschaftlicher Evidenz und medizinischem Konsens verfasst wurde. Das ist schmerzhaft für die Testentwickler, kann aber in diesem Fall nicht ausschlaggebend sein.

Also, gibt es Zeiten, in denen die Tests sinnvoll sind?

Eickholz: Ja, aber nur in Ausnahmefällen. Zum Beispiel, wenn die Therapie einfach nicht anschlägt, obwohl man glaubt, alles richtig gemacht zu haben: Der Patient putzt gut, die Zahnfleischtaschen wurden vollständig gereinigt, und es liegen keine Allgemeinerkrankungen vor, die die Infektionsabwehr beeinträchtigen könnten.

Oder wenn man davon ausgeht, dass die Parodontitis durch eine hochspezifische Unterart des Bakteriums verursacht wird, die vor allem in West- und Nordafrika vorkommt. Dieses Bakterium hingegen ist in Europa extrem selten.

Warum gibt es solche Tests noch in den Praxen, wenn sie in der überwiegenden Zahl der Fälle keinen Einfluss auf die Behandlung haben?

Eickholz: In erster Linie mache ich mir als Patient Gedanken… Dies ist eine gekürzte Version der Information. Lesen Sie weiter in einer anderen Newsmeldung.

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