VITT: Nach der Corona-Impfung konnte durch eine frühzeitige Behandlung eine Thrombose vermieden werden.

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Wien ist eine Stadt in Österreich. Die Impfkomplikation sollte so schnell wie möglich diagnostiziert und behandelt werden. Die VITT kann Patienten helfen, eine schwere Thrombose zu vermeiden. Das zeigt eine im Journal of Thrombosis and Haemostasis (2021; DOI: 10.1111/jth.15346) veröffentlichte Fallstudie von österreichischen Ärzten.

Impfstoff-induzierte immunthrombotische Thrombozytopenie (VITT) ist eine seltene Komplikation, die nach der Verwendung von Adenovirus-basierten Impfstoffen zum Schutz gegen SARS-CoV-2 auftreten kann. Es wird vermutet, dass sie durch Autoantikörper gegen Thrombozytenfaktor 4 (PF4)-Komplexe verursacht wird, die ein unbekanntes Anion enthalten. Dadurch werden die Thrombozyten verstärkt aktiviert und zerfallen. Thrombosen und eine erhöhte Blutungsneigung betreffen die Patienten gleichzeitig.

Wenn sich die Patienten von der üblichen Impfreaktion erholt haben, sind sie normalerweise 4 bis 16 Tage nach der Impfung gestresst. Nach einem leichten Biss in die Lippen entwickelte eine 62-jährige Frau aus Österreich am Tag 8 nach der Impfung mit Vaxzevria (AZD1222) von Astrazeneca ein außergewöhnlich großes Hämatom. Außerdem stellte sie fest, dass ihr Zahnfleisch blutete, etwas, das sie noch nie zuvor gesehen hatte. Am nächsten Morgen wachte sie mit einem blauen Fleck an ihrem rechten Knöchel auf, aber ohne Anzeichen eines Bisses. Sie entschied sich, in die Notaufnahme des Wiener Allgemeinen Krankenhauses zu gehen.

Dort fanden die Ärzte weitere Hämatome und Petechien. Ein quantitativer D-Dimer-Test ergab ein positives Ergebnis. Der konsultierte Hämatologe stellte die vorläufige Diagnose VITT, die später durch den Nachweis von Heparin-PF4-Antikörpern verifiziert wurde. Die Thrombozytenzahl und die Fibrinogenwerte waren beide niedrig. In diesem Fall musste gleichzeitig mit einer Blutung und einer Thrombose gerechnet werden. Eine Computertomographie-Untersuchung des Schädels, des Brustkorbs und des Abdomens ergab dagegen keine Hinweise auf eine Thrombose oder Embolie.

Um die Immunreaktion zu stoppen, beschlossen die Ärzte, hochdosierte intravenöse Immunglobuline (IVIG) und eine Steroidtherapie für zwei Tage zu beginnen. Etwa zur gleichen Zeit begannen die Ärzte mit der Gabe von oralen Antikoagulantien, um eine Thrombose zu vermeiden. Sie verwendeten kein Heparin, weil bekannt war, dass es mit PF4 Komplexe bildet, die von Autoantikörpern erkannt werden können. Man nimmt an, dass die Pathogenese der VITT der der seltenen Heparin-induzierten Thrombozytopenie (HIT) ähnlich ist.

Die Behandlung zeigte schnell Wirkung, so das Team um Paul Knbl von der Universitätsklinik für Innere Medizin I, Abteilung für Hmatologie und Hmostaseologie. Die D-Dimer-Werte waren 4 Stunden nach Beginn der Behandlung dramatisch gesunken und fielen in den nächsten Tagen weiter. Die Thrombozytenzahl und das Fibrinogen stiegen dagegen allmählich an und waren am vierten Tag des Krankenhausaufenthalts wieder normal. Die Antikoagulation wurde zu diesem Zeitpunkt auf Apixaban umgestellt.

Thrombotische Komplikationen wurden bei der 62-jährigen Patientin vermieden. Laut der Veröffentlichung war ihr einziges Symptom ein Kopfschmerz, der höchstwahrscheinlich durch die IVIG-Versorgung verursacht wurde. In jedem Fall zeigte eine Magnetresonanztomographie des Schädels keine Anzeichen einer Thrombose oder Blutung.

Die Patientin konnte das Krankenhaus bereits nach 6 Tagen bei guter Gesundheit verlassen. Beide Laborwerte waren bei einer 5-tägigen ambulanten Nachuntersuchung wieder im üblichen Bereich. Die Ärzte führen die Genesung des Patienten auf die frühzeitige Erkennung und Behandlung der VITT zurück, die unbehandelt bei 40 bis 50 Prozent der Patienten zum Tod führt.

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