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Ulm: Versuchter Mord an fünf Babys – Krankenschwester des Mordes beschuldigt

Im Dezember wurden in der Ulmer Klinik für Kinder- und Jugendmedizin bei fünf Säuglingen lebensbedrohliche Atemwegserkrankungen diagnostiziert. Da das Krankenhaus dies nicht erklären konnte, alarmierten sie die Polizei. Sie haben einen Verdaechtigen identifiziert.

Einer Krankenschwester der Ulmer Klinik fuer Kinder- und Jugendmedizin wird der versuchte Totschlag an fuenf Fruehgeborenen vorgeworfen. Die Ulmer Staatsanwaltschaft hat beim Landgericht Haftbefehl beantragt. Das teilte die Behoerde zusammen mit dem Ulmer Polizeipraesidium mit. Dem Bericht zufolge sind schwerwiegende gesundheitliche Folgen fuer die Babys nur deshalb nicht eingetreten, weil das Krankenhauspersonal schnell reagiert hat.

Fast zeitgleich traten bei den Fruehgeborenen lebensbedrohliche Atembeschwerden auf. Anschliessend wurden Urinproben entnommen, in denen Reste von Morphium gefunden wurden. Mindestens zwei der Säuglinge hätten jedoch dieses Medikament nicht erhalten dürfen. Daraufhin alarmierte die Universitätsklinik die Polizei.

Während der Untersuchung Ende Januar durchsuchten die Beamten auch den Umkleideraum der nun beschuldigten Krankenschwester und fanden eine Spritze. Die Spritze enthielt Muttermilch und Morphium. Die Staatsanwaltschaft hat nun wegen des starken Verdachts auf gefährliche Körperverletzung und versuchten Totschlags in fünf Fällen einen Haftbefehl beantragt.