Kinderspaten: Impfung muss mehr Nutzen als Risiko bringen

0

Kinderspaten: Impfung muss mehr Nutzen als Risiko bringen

Der Streit um den Corona-Impfstoff für Jugendliche ab 12 Jahren wirft auch ethische Fragen auf. Reinhard Berner, Experte für Infektionskrankheiten, erklärt die Abwägungsmethode der Stiko und gibt Eltern eine klare Handlungsempfehlung.

Eine Impfung muss einen größeren Nutzen bringen als sie eine Gefahr darstellt.

Die nächste Stufe der Impfung: Wann sollen alle geimpft werden?

Ist es besser, das Kind zu impfen oder nicht zu impfen? Wenn es um die empfohlenen Routineimpfungen wie Masern und Tetanus geht, kann dieses Thema bereits leidenschaftliche Diskussionen auslösen. Angesichts der Diskussion um die Corona-Impfung für Kinder ab zwölf Jahren ist es wieder aktueller denn je. Doch wie halten es Eltern generell mit dem Piekser?

Infektionskrankheiten sind ein Spezialgebiet von Professor Reinhard Berner, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Dresden. Im Interview erklärt er, warum er es für eine “tolle Idee” hält, wenn Eltern ihre Kinder nach dem Stiko-Kalender impfen lassen. Und warum auch er zum jetzigen Zeitpunkt keine pauschale Empfehlung für die Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren aussprechen würde.

Viele Eltern, Herr Berner, machen sich wenig Gedanken über die Impfungen, die die Ständige Impfkommission – die Stiko – für ihre Kinder empfiehlt, und lassen sie zu den entsprechenden Zeitpunkten durchführen. Ist das richtig?

Reinhard Berner: Wenn sich die Eltern daran halten, finde ich das eine gute Idee. Denn die Stiko macht die Entscheidung, ob man eine Impfung generell empfiehlt oder nicht, unheimlich schwer.

Frage: Wie kommen die Spezialisten der Stiko zu ihren Empfehlungen?

Berner: Sie schauen sich alle wissenschaftlichen Belege für einen Impfstoff an, aber auch die mögliche Schwere der Krankheit, die er verhindern soll. Auf Basis all dieser Informationen wird eine Risiko-Nutzen-Analyse durchgeführt. Im Ergebnis bewerten die Mitglieder der Stiko diese objektiven Beweise und treffen dann eine Entscheidung auf Basis eines Mehrheitsvotums. Dies ist die einfachste und transparenteste Grundlage für Impfstoffempfehlungen.

Die allgemeinen Vorschläge der Stiko dienen als Vorlage, die jedes Bundesland im nächsten Schritt eigenständig umsetzen muss. Der Stiko-Impfplan wird von der überwiegenden Mehrheit der Bundesländer befolgt. Eine Ausnahme bildet Sachsen, das eine eigene Kommission hat, die ihre eigenen Entscheidungen trifft.

Frage: Nicht alle Impfungen werden für Kinder und Jugendliche empfohlen, zum Beispiel wird die Corona-Impfung derzeit nicht empfohlen. Was bedeutet das genau für Eltern?

Berner: Das ist die… Dies ist eine gekürzte Version der Information. Lesen Sie weiter in einer anderen Meldung.

Share.

Leave A Reply