Junger Vater mit seltenem Krebs kämpft um Behandlung nach anfänglicher Fehldiagnose
Ein 28-jähriger Vater aus Warrington in England hat eine seltene und unheilbare Krebsdiagnose erhalten, nachdem seine Beschwerden monatelang von seinem Hausarzt fälschlicherweise auf zu viele Limonaden zurückgeführt wurden. Tom Hayman leidet an einem neuroendokrinen Tumor, der in seiner Bauchspeicheldrüse entstand und bereits auf die Leber gestreut hat.
Monate des Abweisens
Seit Sommer 2024 suchte Hayman, von Beruf Klempner, wegen starker Bauchschmerzen und dramatischen Gewichtsverlusts mehrfach seinen Arzt auf. Seine Verlobte Mary Cooper (28) berichtet, die Symptome seien stets abgetan worden. „Man hat uns einfach mit Aussagen wie ‚Sie trinken zu viele Limonaden‘ abgespeist“, sagte sie. Der Arzt habe trotz der offensichtlichen Veränderung bei dem 1,96 Meter großen Mann, der sonst gerne esse, über die Möglichkeit von Krebs gelacht und erklärt, mit 27 sei man „zu jung, um Krebs zu haben“.
Erst als Hayman selbst besorgt wirkte, wurden schließlich Scans angeordnet. Diese in Warrington durchgeführten Untersuchungen und weitere Abklärungen in London brachten die niederschmetternde Wahrheit ans Licht: ein bereits metastasierter neuroendokriner Tumor sowie ein Blutgerinnsel auf der Leber.
Hoffnung ruht auf Therapie in Deutschland
Da es im Vereinigten Königreich keine Heilung für seinen speziellen Krebs gibt, konzentriert sich die Familie nun auf eine Behandlung in Deutschland. Dort wird eine dendritische Zelltherapie angeboten, eine Form der Immuntherapie. Hayman stieß über soziale Medien auf diese Option. Die Familie versucht nun, 50.000 Britische Pfund für die Kosten der Behandlung, Reise, Unterkunft und Verdienstausfall zu sammeln.
Im Mai 2025 wurde das Paar an das Clatterbridge-Krebszentrum überwiesen und erkundet seitdem alle Möglichkeiten. Mary Cooper schildert den emotionalen Zusammenbruch nach der Diagnose: „Das Hören des Wortes Krebs war überwältigend. Unsere Welt stand einfach still.“ Sie hofft, dass die Schilderung ihres Falles das Bewusstsein dafür schärft, dass auch junge Menschen an Krebs erkranken können und ihre Symptome ernst genommen werden müssen.
Trotz der Umstände bewahre Tom Hayman eine positive Einstellung. „Er glaubt, dass, wenn er positiv denkt, auch positive Dinge geschehen werden“, so seine Verlobte. Ihr vierjähriger Sohn Ronnie spüre, dass etwas nicht in Ordnung sei, kenne jedoch den Ernst der Krankheit seines Vaters nicht. Die Familie versucht, den Alltag für ihn so normal wie möglich zu gestalten. Eine Spendenkampagne wurde initiiert, um die notwendige Summe für die Behandlung in Deutschland zusammenzubringen.