In einer Studie wird die Rolle des Kleinhirns bei der Emotionskontrolle untersucht.

0

In einer Studie wird die Rolle des Kleinhirns bei der Emotionskontrolle untersucht.

Essen ist eine deutsche Stadt. Die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen hat eine Studie initiiert, die die Rolle des Kleinhirns bei der Emotionskontrolle untersucht. Das Projekt ist Teil eines vierjährigen EU-geförderten Marie-Skodowska-Curie-Ausbildungsnetzwerks mit einem Budget von rund 4,5 Millionen Euro. Die gewonnenen Daten sollen in Zukunft zu patientennahen Anwendungen führen.

Nach Angaben der Essener Forscher nimmt das Kleinhirn nur etwa 10 % des Gehirns ein. Das Kleinhirn ist ein Bestandteil des zentralen Nervensystems, der bei Gleichgewicht und Koordination hilft. Sein Name und seine Größe verraten allerdings wenig über seine Fähigkeiten. Die Emotionsregulation scheint zum Aufgabenbereich des Kleinhirns zu gehören.

Doch seine Rolle bei der Emotionssteuerung ist noch weitgehend unbekannt, sagt Dagmar Timmann-Braun, Leiterin der Arbeitsgruppe Experimentelle Neurologie an der UDE-Klinik für Neurologie. Sie ist als stellvertretende Netzwerkkoordinatorin Teil des Forschungskonsortiums Cerebellum & Emotional Networks (CEN), das diese Wissenslücke schließen will.

Uns interessieren vor allem die Vernetzungen des Kleinhirns mit anderen Hirnarealen sowie die möglichen Folgen einer Kleinhirnfunktionsstörung, etwa bei unangenehmen Emotionen wie Angst und Panik. Die Sache wurde von Timmann-Braun aufgeklärt.

Die Forscher schlossen sowohl gesunde Menschen als auch Patienten mit Kleinhirnanomalien in die Studie ein. Auch Menschen, die mit emotionalen Problemen wie Ängsten zu kämpfen haben, werden einbezogen.

Share.

Leave A Reply