Gut ein Drittel der Menschen steht laut einer Umfrage einer digitalen Organspendeerklärung aufgeschlossen gegenüber.

0

Gut ein Drittel der Menschen steht laut einer Umfrage einer digitalen Organspendeerklärung aufgeschlossen gegenüber.

In Deutschland sterben jedes Jahr über 1.000 Menschen, weil es an Spenderorganen mangelt. Ein geplantes Online-Register könnte helfen, die Situation zu verbessern. Wie aufgeschlossen sind die Deutschen für die Idee?

Gut ein Drittel der Menschen ist bereit, eine digitale Organspendeerklärung abzugeben.

Die nächste Runde der Impfung: Wie schnell werden alle geimpft sein?

Laut einer Umfrage ist ein Drittel der Deutschen bereit, ihre Bereitschaft zur Organspende digital zu dokumentieren. Laut einer vom Verband der Privaten Krankenversicherung in Auftrag gegebenen Umfrage wären 39 Prozent bereit, dies in ein geplantes zentrales Online-Register (PKV) aufnehmen zu lassen.

Ein Verzicht darauf würde eine Reduzierung um 30 Prozent zur Folge haben. 23 Prozent wissen es nach eigenen Angaben nicht, und 8 Prozent machen keine Angaben. Einen digitalen Organspendeausweis auf dem Smartphone würden laut Umfrage 34% der Menschen nutzen, 36% dagegen nicht.

Das Corona-Problem hatte laut der Umfrage nur einen geringen Einfluss auf den Wunsch der Menschen, Organe zu spenden. 19 Prozent gaben an, dass die Epidemie sie dazu veranlasst hat, mehr über die Gesundheitsvorsorge nachzudenken und dass sie deshalb bereit sind oder sich wünschen, Organe zu spenden. Bei 55 Prozent war dies nicht der Fall. Für die Untersuchung befragte das Institut Insa vom 21. bis 25. Mai 2128 Personen ab 18 Jahren aus Deutschland.

“Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 1.000 Menschen, weil es an Spenderorganen mangelt”, sagte PKV-Verbandschef Florian Reuther der Deutschen Presse-Agentur. Mehr Menschen mit einem Organspendeausweis könnten vielen Menschen helfen. “Deshalb ist es wichtig, dass jeder von uns individuell überlegt, ob er bereit ist, Organe zu spenden.” Jeder sollte einen Organspendeausweis unterschreiben und im Idealfall auch seine Angehörigen über seine Entscheidung aufklären.

Der Bundestag hat im vergangenen Jahr ein neues Gesetz auf den Weg gebracht, das das Bewusstsein dafür schärfen soll, dass es notwendig ist, sich nach dem Tod für eine Organspende zu entscheiden. Jeder, der über 16 Jahre alt ist und einen Personalausweis beantragt, verlängert oder einen Reisepass erwirbt, soll Informationsmaterial erhalten. Zum Zeitpunkt der Entnahme sollen die Menschen auf dem Amt – aber auch jederzeit später zu Hause – ein Ja oder Nein in ein geplantes neues Online-Register eintragen können. Alle zwei Jahre müssen die Hausärzte auf Anfrage Informationen zur Organspende und zum geplanten Register geben.

210604-99-859134/2 210604-99-859134/2 210604-99-859

Share.

Leave A Reply