Gehen Sie nicht einfach ein Risiko ein: Ertrinkungsopfer in der Badewanne erkennen und helfen.

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Gehen Sie nicht einfach ein Risiko ein: Ertrinkungsopfer in der Badewanne erkennen und helfen.

Bei der Rettung von Ertrinkenden muss es schnell gehen. Die Ersthelfer müssen jedoch zunächst einige Überlegungen anstellen: Um was für ein Wasser handelt es sich, und wie viel wiegt die Person? Dies ist eine Anleitung.

Unfälle im Schwimmbad: Wie man Ertrinkungsopfer erkennt und rettet.

Stimmt es, dass Ihre Haut Ihnen sagt, wann es Zeit ist, zu trinken?

Ertrinkungsopfer lassen sich nur durch genaue Beobachtung erkennen, nicht durch schrille Hilferufe. Denn ein Mensch, der wirklich in Not ist, kann keine Laute von sich geben. Darauf weist die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hin.

“Wenn Kinder in Not sind, neigen sie dazu, unter Wasser nach vorne zu kippen. Dann sieht man nur noch den Hinterkopf”, erklärt DLRG-Experte Achim Wiese. “Erwachsene neigen eher dazu, im Wasser nach hinten zu kippen und die Nase herauszustrecken.”

Greifen Sie nur ein, wenn Sie ein geübter Beobachter sind.

Wer jemanden in Not sieht, sollte sofort die 112 wählen. Selbst einen Rettungsversuch zu unternehmen, ist eine heikle Angelegenheit. Wiese empfiehlt dies bei Erwachsenen in Not nur, wenn die Person über Fachwissen verfügt – also sowohl das Wasser als auch das Gewicht des Verunglückten einschätzen kann und mit den Rettungsabläufen vertraut ist.

Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich der Ertrinkende an den Retter klammert und beide in Not geraten, weil sich der Retter nicht aus dem klammernden Griff befreien kann. Vielmehr sollten die Ersthelfer nach einem Rettungsring oder einem großen Holzstück suchen, an dem sich der Ertrinkende festhalten kann.

Die Rettung von Kindern ist auch für Ungeübte möglich

Anders verhält es sich bei kleinen Kindern. “Hier können auch unerfahrene Retter einen Einsatz wagen”, so Wiese. Vorausgesetzt, es handelt sich um ein ruhiges Gewässer, also zum Beispiel einen Badesee oder ein Schwimmbad.

Das Gewässer ist in erster Linie ein wichtiges Kriterium – neben den Kenntnissen der professionellen Rettung. “Ich würde niemandem, auch nicht dem geübtesten Retter, empfehlen, spontan in den Rhein zu springen”, warnt Wiese. In Gewässern mit starker Strömung sei es aber ratsam, am Ufer entlang zu gehen, damit die herbeigerufenen Rettungskräfte sofort wissen, wo sich das Ertrinkungsopfer befindet.

Auch wenn sich ein Beobachter entschließt, selbst einzugreifen, sollte der Notruf vorher abgesetzt werden. Denn in jedem Fall ist danach der Rettungsdienst gefragt.

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