Furchtlosigkeit schützt nicht vor Viren, sagt das Immunsystem.

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Furchtlosigkeit schützt nicht vor Viren, sagt das Immunsystem.

Die Abwehrkräfte unseres Körpers werden durch Stress beeinträchtigt. Bedeutet das im Umkehrschluss, dass man gegen Krankheiten immun ist, wenn man keine Angst vor ihnen hat? Die Antwort kennt ein Experte.

Psyche: Mut schützt Sie nicht vor Viren.

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Keine Angst vor bestimmten Infektionen zu haben, kann sicher manchmal von Vorteil sein. Ist das aber auch eine Anti-Infektionsmaßnahme?

ANNAHME: Wer furchtlos ist, ist immun gegen Infektionen.

FALSCHEINSCHÄTZUNG

FAKT: Wie die Neuroimmunologin Silvia Capellino vom Leibniz-Institut für Arbeitswissenschaft der TU Dortmund sagt, sind die Auswirkungen von Stress auf das Immunsystem wissenschaftlich bestätigt. “Das heißt aber leider nicht, dass Furchtlosigkeit vor Viren schützt”, ergänzt Capellino.

Kurzfristiger Stress, wie er etwa vor einer Prüfung auftritt, stärkt in einer Studie des Instituts aus dem Jahr 2017 nachweislich das Immunsystem. Dagegen scheint chronischer Stress das Immunsystem zu schädigen.

Wie das funktioniert, versuchen die Forscher des Instituts derzeit herauszufinden. Allerdings ist Stress nur einer von mehreren Faktoren, die die Reaktion des Immunsystems in beiden Fällen beeinflussen.

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Biografische Informationen von Prof. Silvia Capellino

Prüfungsangst-Forschung

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