Expertenrat: Wenn Sie Migräne haben, verteilen Sie Ihre Mahlzeiten über den Tag.

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Expertenrat: Wenn Sie Migräne haben, verteilen Sie Ihre Mahlzeiten über den Tag.

Stimmt es, dass der Verzicht auf Süßigkeiten oder Käse bei Migräne helfen kann? Ein Neurologe hat dazu eine klare Meinung und erklärt, wie die Ernährung die Krankheit beeinflussen kann.

Verteilen Sie bei Migräne die Mahlzeiten in regelmäßigen Abständen über den Tag.

Zeigt Ihnen Ihre Haut an, wann Sie etwas trinken müssen?

Menschen, die unter Migräne leiden, sollten auf ihre Mahlzeiten achten und fünf statt drei pro Tag zu sich nehmen. Dazu rät Professor Hartmut Göbel, ein auf Schmerztherapie spezialisierter Neurologe.

“Das Gehirn von Migränekranken benötigt mehr Energie, die es natürlich aus der Nahrung bezieht”, schreibt der Chefarzt der Schmerzklinik Kiel in der Publikation “Apotheken Umschau” (Ausgabe B06/2021). Ein herzhaftes Frühstück ist zum Beispiel ein guter Start in den Tag. Vor Intervallfasten und sogenannter Low-Carb-Diät warnt Göbel jedoch.

Von selbst auferlegten Diätbeschränkungen hält der Arzt wenig. Es ist möglich, nach dem Verzehr von glutamatreichen Lebensmitteln, nach dem Verzehr von Gepökeltem oder nach dem Verzehr von wirklich kalten Speisen Kopfschmerzen zu bekommen. Diese Schmerzen werden jedoch durch das Essen verursacht und sind keine Migräne.

Auch der Heißhunger auf Süßigkeiten oder kalorienreiche Lebensmittel, der oft vor Attacken auftritt, lässt sich so erklären: Das Gehirn versucht, ein Energiedefizit auszugleichen, heißt es in dem Papier. Deshalb ist es so wichtig, in regelmäßigen Abständen zu essen. Migräne wird nicht durch Schokolade oder Gummibärchen ausgelöst.

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Schmerzklinik Kiel

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