Die Medizinische Hochschule Hannover bietet ambulante Betreuung bei Computer- und Spielsucht an.

0

Die Medizinische Hochschule Hannover bietet ambulante Betreuung bei Computer- und Spielsucht an.

Hannover ist eine Stadt in Deutschland. Ambulante gemeindenahe Beratung bei Computer- und Videospielsucht sowie Glücksspielsucht bietet auch das Zentrum für Seelische Gesundheit (MHH) der Medizinischen Hochschule Hannover an.

Unter dem Begriff “Computer- und Videospielsucht” versteht man die unkontrollierte Nutzung von Online-Spielen durch die Betroffenen. Laut Astrid Mller, Leiterin der Arbeitsgruppe fr nicht stoffgebundene Suchterkrankungen an der MHH-Klinik fr Psychosomatik und Psychotherapie, werden Schule, Arbeit und soziale Interaktionen zugunsten des exzessiven Online-Spielens vernachlssigt.

Auch das Spielen an Spielautomaten, Poker und Sportwetten ist in der Bevölkerung weit verbreitet und hat ein hohes Suchtpotenzial. Männer im Alter zwischen 14 und 30 Jahren haben ein besonders hohes Risiko, süchtig zu werden. Allerdings, so Alexander Glahn, Leiter der Forschungsgruppe Sucht und der Suchtambulanz der Psychiatrischen Ambulanz der MHH, sucht nur ein kleiner Teil der Betroffenen eine Behandlung auf.

Mit dem neuen Angebot hoffen die Ärzte, die Suchtkranken frühzeitig zu treffen und so optimale Voraussetzungen für eine effektive Behandlung zu schaffen.

Selbstkontrolle und Verhaltensexzesse werden in der Gruppentherapie ebenso thematisiert wie Rückfallprävention und der Aufbau alternativer Freizeitaktivitäten.

Das Verfahren besteht aus zwölf Gruppensitzungen und dauert etwa vier Monate. Die Patienten werden in Gruppen von sechs bis acht Personen eingeteilt.

Seit 2012 bietet das Zentrum auch eine ambulante Gemeindeberatung zur Behandlung der Kaufsucht an.

Share.

Leave A Reply