Der Marburger Bund fordert die Freiheit des Sanitätsdienstes der Bundeswehr.

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Der Marburger Bund fordert die Freiheit des Sanitätsdienstes der Bundeswehr.

Der Marburger Bund (MB) hat sich gegen die Vorschläge der Bundeswehrführung gewandt, den bisher autonomen Sanitätsdienst der Bundeswehr in die Streitkräfte einzugliedern und die Bundeswehrkrankenhäuser dem Generalinspekteur der Bundeswehr zu unterstellen.

Nach Ansicht des MB wäre das jetzige System anfälliger für fachfremde Entscheidungen der militärischen Führung, was die beste medizinische Versorgung der Patienten durch die Ärzte des Sanitätsdienstes gefährden würde.

Der Wert der Unabhängigkeit des Sanitätsdienstes der Bundeswehr ist erwiesen. Zu den diesbezüglichen Überlegungen des Bundesverteidigungsministers und des Generalinspekteurs in den Eckpunkten für eine mögliche Bundeswehr erklärt Armin Ehl, Hauptgeschäftsführer des Marburger Bundes: “Es gibt keinen Grund, an diesem effektiven Modell der medizinischen Versorgung der Truppe zu zweifeln.”

Eine optimale medizinische Versorgung der Soldatinnen und Soldaten kann nach Ansicht des MB nur durch einen eigenständigen Sanitätsverband mit medizinisch unabhängigen Ärzten erfolgen, deren erstes Anliegen die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Patienten ist, sowohl in Friedenszeiten als auch im Einsatz.

Der Sanitätsdienst bietet den Soldaten der Bundeswehr den gleichen hohen Behandlungsstandard wie der deutschen Zivilbevölkerung. Neben der Standardversorgung hat sich der Sanitätsdienst in mehreren Auslandseinsätzen bewährt und trägt damit langfristig zum internationalen Ansehen der Bundeswehr bei.

Ziel der Bundeswehrreform ist es, so der Eckpunktebericht, die medizinische Versorgung der voll einsatzfähigen Streitkräfte insgesamt zu verbessern. Wer dieses Ziel verfolge, solle vermeiden, ein leistungsfähiges System zu verlassen, das auf die Medizin ausgerichtet sei und einen guten Ruf habe, so Ehl.

Der Marburger Bund fordert die Bundeswehrführung und die Politik auf, die Einrichtungen zu schützen, die sich für das medizinische Wohlergehen der Soldaten bewährt haben, insbesondere die durchgehende ärztliche Entscheidungskompetenz in allen medizinischen Angelegenheiten.

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