Daten nutzen, um einen digitalen Zwilling zur Verbesserung der Multiple-Sklerose-Versorgung zu erstellen

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Daten nutzen, um einen digitalen Zwilling zur Verbesserung der Multiple-Sklerose-Versorgung zu erstellen

Dresden ist eine Stadt in Deutschland. Das Multiple Sklerose Zentrum (MSC) an der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden will die Grundlagen für einen digitalen MS-Zwilling schaffen. Ziel ist der Weg zum MS-Management 2.0, aufbauend auf einer Reihe von digitalen Instrumenten, die vor allem in der Diagnostik bereits erfolgreich eingesetzt werden.

Tjalf Ziemssen, Gründer und Leiter des MS-Zentrums an der Klinik für Neurologie, sagt: “Mit dem digitalen MS-Zwilling starten wir die nächste Stufe unseres digitalen Gesundheitskonzepts für unsere Patienten.”

Seit mehr als 20 Jahren verfügt das Zentrum über ein stetig wachsendes MS-spezifisches Patientendokumentationssystem sowie verschiedene digitale Anwendungen in der täglichen Versorgung, die validiert sind und regelmäßig genutzt werden.

Den Ausgangspunkt für das neu gestartete Projekt Digitaler MS-Zwilling beschreibt Ziemssen als “einen immensen Datenschatz, der mit dem Einverständnis der Patienten in den letzten 20 Jahren aufgebaut wurde und der sich weiter stark ausweitet.”

Ein digitaler Zwilling ist ein virtueller Spiegel oder ein digitales Abbild eines kranken Menschen, der in der Medizin eingesetzt wird. Mit diesem Konzept könnten Mediziner in Zukunft persönliche Krankenakten und individuelle Gesundheitsprobleme simulieren.

Neben medizinischer Erfahrung und datengetriebenen Messmethoden käme dabei unter anderem künstliche Intelligenz zum Einsatz. Die Definition des digitalen Zwillings beinhaltet eine computergestützte Simulation und Modellierung mit dem Ziel, unter anderem die Vorhersage von Krankheitsverläufen und Behandlungseffektivität sowie ein individualisiertes Krankheitsmanagement zu ermöglichen.

So wäre es zum Beispiel möglich, die individuelle Medikamentenverträglichkeit von Patienten zu beurteilen, ohne sie zu gefährden. Die prognostizierten Ergebnisse sind laut Ziemssen eine verbesserte Prävention des Krankheitsverlaufs und geringere Kosten im Gesundheitswesen.

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