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Corona-Virus: Student aus Rostock vor der Rückkehr

Das neuartige Coronavirus verunsichert die Menschen weltweit weiterhin. Nach Japan und Australien holt die Europäische Union aufgrund der raschen Ausbreitung des Virus nun auch ihre Bürger auf deren Wunsch aus China zurück. Ann-Sophie Muxfeldt, eine Informatik-Studentin aus Rostock, ist derzeit in Wuhan. Die 22-Jährige berichtet über drastische Maßnahmen: “Man sollte nicht nach draußen gehen, der Zugang zum Campus ist begrenzt. “Das Fieber wird gemessen und man kann nur mit einer Maske hinausgehen.” Wuhan scheint ausgestorben zu sein. “Ich habe die Stadt noch nie so leer gesehen.”

Deutsche Bürger sollen ausgeflogen werden…
Im Moment hat der Student keine Angst vor dem Virus. Sie wird sich jedoch der Gruppe anschließen, wenn EU-Bürger ausgeflogen werden. “Es ist gut möglich, dass es noch gefährlicher wird. Ich will hier nicht allein sein”, sagt Muxfeldt. Ihr Aufenthalt war eigentlich bis Juli 2020 geplant, aber sie ist sehr traurig über die vorzeitige Abreise.

Während in Bayern kürzlich die ersten bestätigten Fälle von Patienten mit Coronavirus in Deutschland gemeldet wurden, laufen in Mecklenburg-Vorpommern die Vorbereitungen für mögliche Verdachtsfälle im Nordosten weiter.

Keine Auswirkungen für Webasto-Werk in Neubrandenburg
Die juengsten Infektionsfaelle in Bayern betreffen Mitarbeiter des Automobilzulieferers Webasto. Einer von ihnen wurde bei einer internen Schulung mit einem chinesischen Kollegen infiziert. Auch die anderen Faelle stehen offenbar damit in Zusammenhang. Webasto, das auch ein Werk in Neubrandenburg hat, schloss daraufhin seine Zentrale im bayerischen Stockdorf. Die Unternehmensleitung sagte alle Dienstreisen ins In- und Ausland ab, fuer Reisen nach China gilt sogar ein vierwoechiges Reiseverbot. Je nach Situation würden weitere Massnahmen ergriffen, hiess es. Derzeit wird ermittelt, welche Kollegen mit den Infizierten in Kontakt waren. Ob einer der 500 Webasto-Mitarbeiter in Neubrandenburg betroffen ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt.

Robert-Koch-Institut schaetzt Risiko fuer Deutschland gering ein
Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts ist das Risiko der Bevölkerung, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, trotz der ersten Fälle in Bayern eher gering. In China hingegen ist die Zahl der Fälle weiter gestiegen. Inzwischen liegt die offizielle Zahl der Erkrankungen in der Volksrepublik bei knapp 6.000 und damit höher als während der Sars-Epidemie 2002 und 2003, und die Zahl der Todesfälle stieg um weitere 26 auf 132, teilte die chinesische Regierung am Mittwoch mit.

Außenministerium bereitet Evakuierungen vor
Das Auswärtige Amt appellierte an Reisewillige, sich über die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes zu informieren und Reisen, die nicht unbedingt notwendig sind, zu stornieren. Nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wollen rund hundert Deutsche aus der chinesischen Metropole Wuhan ausgeflogen werden, die vom neuartigen Corona-Virus besonders betroffen ist. Die Vorbereitungen fuer diesen Flug seien “auf dem richtigen Weg”, sagte Spahn am Mittwoch im ZDF-Morgenmagazin.