Corona: Die bundesweite Erkrankungsrate ist auf unter 70 Prozent gesunken.

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Corona: Die bundesweite Erkrankungsrate ist auf unter 70 Prozent gesunken.

Innerhalb eines Tages meldeten die Berliner Gesundheitsämter 12.298 Coronainfektionen an das Robert Koch-Institut (RKI). Das geht aus den Daten des RKI-Dashboards hervor, die heute Morgen um 7.20 Uhr veröffentlicht wurden. Zum Vergleich: Vor einer Woche waren es noch 17.419 Infektionen. Heute Morgen verzeichnete das RKI eine bundesweite 7-Tage-Inzidenz von 68,0. (Vortag: 72,8; Vorwoche: 103,6).

Allerdings könnte das Vorkommen ein genaueres Bild der Infektionssituation zeichnen, als es ist. Denn an Feiertagen und Brückentagen wie in der vergangenen Woche suchen laut RKI weniger Menschen einen Arzt auf, so dass weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden. In der Folge werden den Gesundheitsämtern weniger Erregernachweise gemeldet.

Die Zahl der Labortests ist im Vergleich zu den Vorwochen dramatisch gesunken. Vom 10. bis 16. Mai wurden etwa 933.000 PCR-Tests gemeldet, etwa 160.000 weniger als in der Vorwoche, teilte die Vereinigung der akkreditierten Laboratorien in der Medizin ALM vorgestern mit. Es ist möglich, dass der starke Rückgang der Anzahl der Tests eine Rolle für den landesweiten Rückgang des siebentägigen Auftretens gespielt hat.

Den Angaben zufolge wurden innerhalb von 24 Stunden landesweit 237 neue Todesfälle gemeldet. Eine Woche zuvor waren es noch 278 Todesfälle gewesen.

Die Zahl der Covid 19-Patienten, die auf Deutschlands Intensivstationen behandelt werden, ist weiter rückläufig. Nach einer heute vom RKI veröffentlichten Studie, die auf Daten des Intensivregisters DIVI basiert, werden noch 3594 dieser Patienten in Krankenhäusern behandelt. Das ist ein Rückgang um 114 Punkte im Vergleich zum Vortag.

Auf dem Höhepunkt der dritten Corona-Welle in Krankenhäusern wurden Ende April noch mehr als 5.100 COVID-19-Patienten auf Intensivstationen behandelt. Seit Anfang Mai ist der Trend rückläufig. Invasive Beatmung wird laut der aktuellen Statistik bei 63 Prozent der Patienten eingesetzt. Die Zahl der Intensivstationen, die einen eingeschränkten Betriebszustand melden, zeigt nun eine Trendwende.

Seit Beginn der Pandemie hat das RKI 3.626.393 bestätigte SARS-CoV-2-Infektionen gezählt, die wahre Zahl dürfte aber weit höher liegen, da viele Infektionen unerkannt bleiben. Das RKI schätzt, dass sich etwa 3.358.000 Menschen erholt haben. Die Zahl der Menschen, die an den Folgen oder im Zusammenhang mit einer bestätigten SARS-CoV-2-Infektion gestorben sind, liegt inzwischen bei 86.902.

Laut RKI-Lagebericht lag der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert in der vergangenen Nacht bei 0,76 (0,73 am Vortag). Das bedeutet, dass 100 infizierte Personen rechnerisch 76 andere Personen anstecken. Der R-Wert entspricht der Infektionsrate 8 bis 16 Tage zuvor. Liegt der R-Wert über einen längeren Zeitraum konstant unter 1, ist die Infektionsrate rückläufig, liegt er konstant über 1, steigt die Zahl der Fälle.

Trotz der gelockerten Corona-Vorgaben mahnt der Deutsche Städtetag zur Vorsicht über Pfingsten. Das Umfeld sehe freundlicher aus als zu Ostern”, sagte Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Städtetags, der Rheinischen Post (Donnerstag), und “die Menschen freuen sich, dass wieder mehr möglich ist”.

Bei den neuen Erleichterungen handele es sich um Erleichterungen auf Probe, erklärte er. Trotz der Tatsache, dass die Inzidenzraten sinken und die Zahl der Geimpften steigt, warnte Dedy, dass die Pandemie noch nicht besiegt ist. Um die neuen Freiheiten nicht zu gefährden, sei weiterhin Vorsicht angesagt.

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