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OB Reiter fordert mehr Werkswohnungen für München

Die Wohnungsnot in München wird immer größer. Deshalb fordert der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter, dass Unternehmen in Zukunft mehr Werkswohnungen bauen. Doch es gibt einen Haken.

Die Idee ist nicht neu. Schon 2016 hatte die Stadt München Grundstücke für Werkswohnungen ausgeschrieben. Genau eine Firma hatte sich damals darauf beworben.

Erleichterungen für Gewerbegenehmigungen für Werkswohnungen

Jetzt lockt Oberbürgermeister Dieter Reiter mit weiteren Anreizen, um der Wohnungsnot entgegenzuwirken: Bei der Ausweisung und Genehmigung von Gewerbe könnte die Stadt München Unternehmen in Zukunft entgegenkommen, schlägt Reiter vor, wenn die Firmen gleichzeitig ein Konzept für Mitarbeiterwohnungen anbieten. Außerdem ist dem Oberbürgermeister wichtig, dass die Betriebe prüfen, ob auf ihren eigenen Grundstücken Potenzial besteht – für den Bau neuer Mitarbeiterwohnungen.

Stadt und Stadtwerke München: Wohnungen für Mitarbeiter und Azubis

Die Stadt München geht mit gutem Beispiel voran, sie bietet Wohnungen für ihre Azubis und Mitarbeiter. Ebenso die Münchner Stadtwerke.

Noch vor der Sommerpause will das Referat für Stadtplanung und Bauordnung eine Beschlussvorlage zum Werkswohnungsbau in den Stadtrat einbringen.

Großer Haken im Steuerrecht

Der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW) begrüßte den Vorstoß des Münchner Oberbürgermeisters. Eine sehr große Hürde für den Bau von Werkswohnungen sei allerdings das Steuerrecht, kritisierte der VdW. Hier müsse die Bundesregierung klare steuerliche Rahmenbedingungen schaffen. Vermieter müssten derzeit die ortsübliche Vergleichsmiete ansetzen und nicht die tatsächlichen Kosten. Und bei Mietern werde die Werkswohnung als geldwerter Vorteil besteuert.