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Deutschlands SDP ernennt Finanzminister Scholz zum Kanzlerkandidaten für die Wahl 2021

Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands Mitte-Links (SDP) will bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr Finanzminister Olaf Scholz als Kanzlerkandidaten aufstellen.

Die Entscheidung markiert ein Comeback des frueheren Hamburger Buergermeisters, der im vergangenen Jahr im Rennen um die Fuehrung seiner Partei von zwei linken Aussenseitern geschlagen wurde. Nun haben Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans ihren einstigen Rivalen nominiert.

Esken sagte am Montag auf Twitter, die Entscheidung stelle “für einige eine unerwartete Wendung dar”, bat aber um das Vertrauen der Mitglieder für die Zukunft.

“Jetzt ist es offiziell”, schrieb Scholz auf Twitter. “Die Parteiführung hat mich einstimmig als Kanzlerkandidat nominiert”, schrieb Scholz auf Twitter. Ich freue mich auf einen lustigen, fairen und erfolgreichen Wahlkampf.”

Der 62-jährige Scholz, der als rechtsgerichtetes Mitglied der Sozialdemokraten gilt, steht einem Kandidaten gegenüber, den der Mitte-Rechts-Unionsblock von Bundeskanzlerin Angela Merkel noch nicht benannt hat. Merkel selbst hat gesagt, dass sie bei der Wahl 2021 nicht fuer eine fuenfte Amtszeit kandidieren wird.

Der fruehere Hamburger Buergermeister Scholz hatte vor zwei Jahren das Finanzressort im Kabinett von Merkel uebernommen. Er setzte die sparsame Politik seines konservativen Vorgaengers weitgehend fort, bis die Coronavirus-Pandemie die Bundesregierung zwang, die finanziellen Spielregeln zu lockern, um die Wirtschaft am Laufen zu halten.

Die Unterstützung für die SDP ist von 20,5% bei den Wahlen 2017 auf rund 15% in den jüngsten Meinungsumfragen zurückgegangen. Neben dem Rückgang der traditionellen Unterstützung der Arbeiterklasse wurde die Partei auf der linken Seite von den Umweltschützern der Grünen überholt.

Die Partei, die jahrzehntelang mit Merkels Christdemokraten um die Vorherrschaft in der politischen Szene wetteiferte, hat seit 2002 keine Bundestagswahl gewonnen und liegt nun in den meisten Umfragen in einem entfernten Drittel hinter den Konservativen und den Grünen.

Einige sahen darin eine Anerkennung dieser Realität. Parteichef Walter-Borjans räumte am Sonntag ein, was einst ein Gräuel war: dass die Partei neben den Grünen offen sei für eine Koalition mit der Linkspartei, den Erben der Kommunistischen Partei der ehemaligen DDR.