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Corona-Krise: Der Einzelhandel beruhigt die Bürger

Geisterspiele im Fußball, geschlossene Schulen und Theater, Unternehmen, die ihre Mitarbeiter nach Hause schicken. Die Corona-Pandemie verunsichert viele Bürger. Zuletzt kam es immer wieder zu Hamsterkäufen. Doch die Händler haben sich eingedeckt.

Von der ersten Welle an Hamsterkäufen wurde der bayerische Einzelhandel überrascht. Zu viele Verbraucher hatten Sorge, dass sie eines Tages keine Nudeln, Eier, Gemüse und Toilettenartikel mehr kaufen können. Doch die Supermärkte und Lebensmittelhändler hätten daraus gelernt, verweist man beim bayerischen Einzelhandel.

Die Erfahrungen mit den ersten Hamsterkäufen hätten gezeigt, dass der Handel die Lieferintervalle und die Liefermenge anpassen muss. Das habe man jetzt mit den Logistik- und Transportunternehmen gemacht, sagt Bernd Ohlmann, Sprecher des Bayerischen Einzelhandelsverbandes:

Ausverkauft sind nach aktuellem Stand in erster Linie Desinfektionsmittel. Alle anderen Dinge des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel oder Getränke sollten unverzüglich aufgefüllt werden können, wenn mal ein Regal leer ist, versichert Ohlmann. Wer in seinem angestammten Supermarkt nicht mehr fündig wird, sollte zunächst bei der Konkurrenz nebenan nachschauen, ob das Gewünschte noch zu haben ist. Nach einer angespannte Stimmung am Anfang scheinen sich auch die Kunden zu beruhigen. Eine erste Welle an Hamsterkäufen ist offenbar ausgelaufen.

Berichtet wurde, dass zum Beispiel Drogeriemärkte den Verkauf von Toilettenpapier rationiert haben. Doch das sei in Bayern die Ausnahme und nicht die Regel gewesen, betonen die Händler. Zugenommen hat der Lebensmittelkauf über das Internet. Haltbare Produkte wie Nudeln, passierte Tomatensoßen oder Reis werden fleißig bestellt. Vorteil für besorgte Kunden: Sie müssen nicht einmal das Haus verlassen. Im Lebensmitteleinzelhandel haben sich die Umsätze zuletzt mehr als versechsfacht. Doch auf Dauer bedeutet das nicht mehr Umsatz, denn die Produkte werden dann verbraucht, wenn sich die Corona-Epidemie wieder abschwächt. Klagen kommen vor allem von Warenhäusern und Bekleidungsläden. Weil Klamotten und Schuhe bei den Kunden derzeit keine Priorität haben, sind deren Verkaufsräume ziemlich menschenleer.

B5 Wirtschaft und Börse .css-18ckx31{color:#323232;font-size:0.95rem;font-weight:400;line-height:1.33;} vom 13.03.2020 – 06:40 Uhr

Die Kette steht

Desinfektionsmittel nicht zu haben

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