Press "Enter" to skip to content

Bombe aus dem Weltkrieg entschärft – Blockaden aufgehoben

Bei Bauarbeiten wurde in Köln – in der Nähe der für den Bahnverkehr wichtigen Hohenzollernbrücke – ein Blindgänger entdeckt. Inzwischen haben die Sprengstoffexperten Entwarnung gegeben.

Die am Rheinufer in Koeln gefundene Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist entschaerft. “Um 11:53 Uhr gaben die Sprengstoffexperten dem Ordnungsamt Entwarnung. Von der Weltkriegsbombe mit Schlagzünder besteht keine Gefahr mehr”, teilte die Stadt mit.

Die Blindgänger würden nun in einer Spezialfirma geladen, demontiert und entsorgt, hiess es. Alle Schließungen könnten nun aufgehoben werden, und die rund 10.000 betroffenen Mitarbeiter verschiedener Unternehmen könnten wieder an ihre Arbeit zurückkehren.

Die Bombe sei rechtsrheinisch in einem Gebiet mit vielen Firmensitzen gefunden worden. Auch die nahe gelegene Hohenzollernbruecke – ein Engpass im Bahnverkehr – musste zur Entschaerfung der Bombe gesperrt werden. Es kam zu Verzögerungen. Ausserdem mussten nach Angaben 15 Anwohner ihre Wohnungen verlassen.

“Dann haben wir schon Probleme”
Am Mittag wurde die Bombe innerhalb von 25 Minuten von Sprengstoffexperten entschärft. Dies sei “nicht einfach” gewesen, sagte Stefan Höreth in einem Interview mit RTL. “Die Bombe fällt aus mehreren tausend Metern Höhe, und wenn der Faden des Zünders etwas zusammengedrückt ist, dann haben wir schon Probleme, ihn zu entfernen. Die Bombe stand senkrecht im Boden. Alte Uferbefestigungen und Basaltsteine hätten den Aushub erschwert. Während der Bauarbeiten war die Bombe am Montagabend zufällig am Kennedy-Ufer gefunden worden.

Die Kampfmittelbeseitigungsdienste in Nordrhein-Westfalen werden sich wahrscheinlich noch Jahrzehnte lang mit Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg befassen. Etwa die Haelfte der Luftangriffe gegen das nationalsozialistische Deutschland konzentrierten sich auf das heutige NRW. Grund dafür war die damals herausragende industrielle Bedeutung des Ruhrgebietes, aber auch schlicht die geographische Nähe westdeutscher Städte zu England.

Viele der Bomben zündeten nicht und schlummerten daher bis heute im Boden. Experten für Kampfmittelräumung gehen davon aus, dass sie bisher nur etwa ein Fünftel bis ein Sechstel dieser nicht explodierten Bomben entfernt haben.