Ein Forscherteam hat eine neue Salamanderart entdeckt, die in Alabama und der Panhandle-Region von Florida, USA, lebt.

Die neu entdeckte Salamanderart gehört zu den Sirenidae (Sirenen), einer Familie von völlig aquatischen, aalartigen Salamandern mit einer ungewöhnlichen Morphologie: große äußere Kiemen und nur vordere Gliedmaßen.

Die Vorfahren dieser Amphibien haben sich wahrscheinlich schon früh in der Evolution dieser Gruppe von allen anderen Salamandern getrennt.

Obwohl Sirenen in der Kreidezeit durch Nordamerika, Südamerika und Afrika reichten, ist die Familie heute weitgehend auf den Süden der Vereinigten Staaten und den Nordosten Mexikos beschränkt, wo sie seit dem späten Eozän präsent sind.

Die neue Art, die die netzartige Sirene (Siren reticulata) genannt wird, lebt in dem gefährdeten Biodiversitäts-Hotspot im Süden Alabamas und im Nordwesten Floridas und ist die erste neue Sirenenart, die seit 44 Jahren beschrieben wird.

“Bis heute wird diese Art nur an drei Stellen bestätigt”, sagt Dr. Sean Graham von der Sul Ross State University und Co-Autoren.

“Die Typ-Lokalität ist ein flacher Süßwasser-Sumpf, der mit dem Lake Jackson verbunden ist, einem großen Süßwasser-Kalksteinsee, der die Grenze zwischen Florida und Alabama, in der Nähe der Stadt Florala, Alabama, überspannt.”

“Der zweite Standort ist ein von Bibern beschlagnahmter Klarwasserstrom und der damit verbundene Bucht-Sumpf auf der Eglin Air Force Base, Okaloosa County, Florida.”

“Schließlich ist die Ortschaft Fish River ein Schwarzwasserbach und der damit verbundene Auenwald im Baldwin County, Alabama.”

Die vernetzte Sirene unterscheidet sich genetisch von allen derzeit bekannten Arten und Unterarten der Sirenen.

Diese Amphibie ist sehr groß (maximale bekannte Größe fast 24 Zoll oder 60 cm) und gehört damit zu den größten Wirbeltieren, die seit über 100 Jahren aus den Vereinigten Staaten beschrieben werden.

“Es war spannend, Teil dieses Entdeckungsteams zu sein”, sagte Dr. Graham.

“Wir haben nicht nur eine so interessante neue Spezies kennengelernt, sondern auch daran erinnert, dass das Buch des Lebens noch viele Seiten zu füllen hat.”

Eine detaillierte Beschreibung der vernetzten Sirene erscheint in der Online-Ausgabe der Zeitschrift PLoS ONE vom 5. Dezember 2018.