Da habe ich doch ernsthaft gedacht, dass der Bund zumindest Twitter in den Grundzügen verstanden hätte als diese das Portal Lebenmitterlwarnung.de ins Leben gerufen und damit den Verbraucherschutz 2.0 ausgerufen haben.
Als ich mir heute den Twitter-Account genauer anschaute merkte ich schnell, dass man auch hier das Potential verschenkt hat. Die Tweets werden alle automatisch abgesetzt ohne sinnvollen Kontext.
Ich dachte eigentlich man wollte hier eine beratende Rolle einnehmen und die Bürger auch über Twitter vor bestimmten Lebensmitteln warnen.
Da der Account aber völlig automatisiert ist, bleibt er sinnlos für Leute die sich wirklich mit der Thematik befassen. Dem Account folgen immerhin schon 1.556 Leute wovon die meisten allerdings Spam-Bots sind.
Eine Antwort auf Anfragen über bestimmte Lebensmittel kann man wegen der kompletten Automatisierung auch vergessen.
Wenigstens kann man sich die Seite einwandfrei auf seinem Tablet anschauen auch wenn die ewig lange URL einem das Gruseln lernt: http://www.lebensmittelwarnung.de/bvl-lmw-de/app/process/warnung/start/bvllmwde.p_oeffentlicher_bereich.ss_aktuelle_warnungen
Leider verschenktes Potential.
Wie ist eure Meinung dazu, haltet ihr solche Account für hilfreich?
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Oktober 25, 2011 um 2:04 pm Uhr
Zum Account selbst: Die Tweets sind relativ sinnlos. Ich kann mir vorstellen, dass man nach einer gewissen Zeit nicht mehr den Links folgt und die Warnungungen nicht mehr liest. Es wär schon gut, wenn man gleich erkennen könnte, um welche Produkte es geht.
Zu automatische Accounts: Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass automatisierte Accounts in Sozialen Medien nichts zu suchen haben. Wer seine Zeit nicht mit Social-Media-Kommunikation “verschwenden” möchte, sollte es einfach lassen und sich auf andere Kommunikationskanäle, die weniger persönlich sind konzentrieren. Es geht ja gerade darum in direkten Kontakt mit der Zielgruppe und in eine individuelle Kommunikation einzutreten. Wer will schon einer Software antworten?
Oktober 25, 2011 um 4:25 pm Uhr
Ich denke auch, dass man hier ein enormes Potenzial verschenkt. Da nimmt unsere Bundesrepublik ein solch heikles und gesellschaftlich wertvolles Thema auf die leichte Schulter und lässt automatisiert Twittern.
Das ist für mich einfach unverständlich!
Oktober 26, 2011 um 11:30 am Uhr
Also, dass der Account automatisiert ist halte ich für kein so großes Problem.
Das die Texte einfach nur sinnlos sind und zur Warunung in keinem Kontext stehen ist das große Problem. Hier wurde einfach schlampig die Automatisierung umgesetzt, denn in den Warnungen sind alle Infos enthalte: Datum, Welches Produkt, Welche Warnung und Wo. Das sind Infos die in die Tweets rein sollten und schon wäre auch ein automatisierter Account gar kein Problem.
Wie so oft gilt auch hier: Gewollt ist noch lange nicht gekonnt.
Oktober 26, 2011 um 5:10 pm Uhr
Hallo Simon,
das Problem ist ja immer, wenn der Account automatisiert ist hilft er mir nicht wirklich weiter bei Anfragen.
Eine Verbesserung wäre und da gebe ich dir recht, wenn man die Informationen von der Homepage mit in den Tweets bringt. Wie oben im Artikel erwähnt, die Infos sind vorhanden werden aber nicht getwittert.
Das war jedenfalls nicht gekonnt
Oktober 26, 2011 um 8:43 pm Uhr
Hi Mirco,
ist richtig, aber man muss einem Betreiber auch immer das Recht zubilligen, sich die Kommunikationswege selbst zu suchen. Will heißen: Twitter ist zweierlei, Kommunikationsmedium und Informationsplattform. Ich kann am Dialog interessiert sein oder nur an der größeren Reichweite meiner Inhalte. Machen Verlage im übrigen auch nicht anders. Nur wenige setzen auf Dialog bei Twitter. Schade, aber nicht zu ändern und mMn auch legitim.
Hier sollen die Informationen lediglich verbreitet werden. Ein Dialog ist technisch und wohl auch von den Personalressourcen her nicht vorgesehen. That´s it. Das die Verbreitung suboptimal gelöst ist, ist unstreitig.
Natürlich könnte man den Kanal auch zum Dialog nutzen, nur müssen dann auch die Ressourcen in der Organisation vorhanden sein. Potential wird verschenkt, aber am Ende ist der Sinn der Plattform, Lebensmittelwarnungen zu verbreiten. Nicht mehr und nicht weniger. Dialog ist in der Konzeption wahrscheinlich gar nicht vorgesehen gewesen.
Gruß
Simon
Oktober 26, 2011 um 11:53 pm Uhr
Vollkommen deiner Meinung. Ich denke auch, dass eine extra Person die den Account betreut nicht vorgesehen war.
Da hätte man es mit der Automatisierung besser machen müssen. Nun ja mal schauen, vielleicht ändert sich noch was. Die Verbreitung ist ja nicht schlecht nur haben diese immer den selben Title und Beschreibung sodass dadurch auch nicht schlauer wird.
Allerdings vielleicht reicht das den Leuten schon aus, immer neue Warnungen in ihrem Stream zu haben, schließlich folgt man auch Wetter Accounts obwohl da natürlich wesentlich mehr Infos rüber kommen.
Alle eine Sache der Konfiguration.
Mirco
Pingback: Lebensmittelwarnungen auf Twitter | svenkubiak.de
März 9, 2012 um 12:38 pm Uhr
Hey Mirco,
ich soll im Auftrag des Bundes eine Twitter-Präsenz einrichten, die eine Öko-Wanderausstellung des Landwirtschaftsministeriums propagiert. Im Prinzip ist das eine gute Sache… Aber auch ich habe wenig Zeit dazu und ich brauche dazu Support, weil ich nicht die gleichen Fehler machen will, wie die Lebensmittelwarner…
Kannst Du helfen bzw. jemanden empfehlen?
gruß
rob