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Twitpic verkauft Bilder von Nutzern weiter

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Wie Spiegel Online aufgedeckt hat,  räumt sich der Twitter-Fotodienst Twitpic umfassende Nutzungsrechte bei den hochgeladenen Bilder ein. Das heißt eure Fotos können von Agenturen gekauft und vermarktet werden. Ihr seht dabei keinen Cent, denn in den „Terms of Service“ von TwitPic verzichtet ihr auf dieses Recht. Nun mag das bei Privatpersonen noch kaum ein Rolle spielen aber bei Stars wie Kate Perry oder Paris Hilton schon.

Denn die Promis posten haufenweise Fotos und diese lassen sich bestimmt gut für ein Magazine abdrucken. Das große Geld wird dabei der Betreiber von Twitpic machen, der nun laut Spiegel einen Vertrag mit der Fotoagentur „Wenn“ abgeschlossen hat.

Spiegel Online hat auch andere AGBs von Bilderdienste für Twitter geprüft:

Bis jetzt gibt es noch keine Stellungnahme seitens Twitpic zu dem Thema.

(Update)

Auszug aus der Twitpic AGB:

by submitting Content to Twitpic, you hereby grant Twitpic a worldwide, non-exclusive, royalty-free, sublicenseable and transferable license to use, reproduce, distribute, prepare derivative works of, display, and perform the Content

Mit dem hochladen erteilt man Twitpic also folgende Rechte:

  • zu nutzen
  • lizenzieren der Bilder und Vergabe von Lizenzen
  • vervielfältigen
  • verteilen
  • abzuwandeln
  • auszustellen
  • von Dritten nutzen zu lassen

Außerdem bleibt die Lizenz an dem Bild auch bei der Löschung bestehen. Twitpic ist übrigens kein Einzelfall was das angeht. Auch bei Facebook stehen ein paar deutliche Zeilen dazu:

  1. Für Inhalte, die unter die Rechte an geistigem Eigentum fallen, wie Fotos und Videos („IP-Inhalte“), erteilst du uns vorbehaltlich deiner Privatsphäre- undAnwendungseinstellungen die folgende Erlaubnis: Du gibst uns eine nicht-exklusive, übertragbare, unterlizenzierbare, unentgeltliche, weltweite Lizenz für die Nutzung jeglicher IP-Inhalte, die du auf oder im Zusammenhang mit Facebook postest („IP-Lizenz“). Diese IP-Lizenz endet, wenn du deine IP-Inhalte oder dein Konto löscht, außer deine Inhalte wurden mit anderen Nutzern geteilt und diese haben sie nicht gelöscht.
  2. Wenn du IP-Inhalte löscht, so werden sie auf eine Weise entfernt, die dem Leeren des Recyclingbehälters auf einem Computer gleichkommt. Allerdings sollte dir bewusst sein, dass entfernte Inhalte für eine angemessene Zeitspanne in Sicherheitskopien fortbestehen (für andere jedoch nicht zugänglich sind).
  3. Wenn du eine Anwendung verwendest, stehen deine Inhalte und Informationen der Anwendung zur Verfügung. Wir verlangen von Anwendungen, dass sie deine Privatsphäre respektieren. Deine Vereinbarung mit der Anwendung bestimmt, wie diese die Inhalte und Informationen nutzen, speichern und übertragen kann. (Weitere Informationen zur Plattform findest du in unseren Datenschutzrichtlinien und auf der „Über Plattform“-Seite.)
  4. Wenn du die Einstellung „Alle“ bei der Veröffentlichung von Inhalten oder Informationen verwendest, können alle Personen, einschließlich solcher, die Facebook nicht verwenden, auf diese Informationen zugreifen, sie verwenden und sie mit dir (d. h. deinem Namen und Profilbild) assoziieren.
  5. Wir begrüßen grundsätzlich dein Feedback sowie deine Anregungen bezüglich Facebook. Du verstehst jedoch, dass wir diese verwenden können, ohne verpflichtet zu sein dich dafür zu entschädigen (ebenso wie du nicht verpflichtet bist, uns diese anzubieten).

(Update)

Twitpic hat mitterweile mit einem Blogpost reagiert.

To clarify our ToS regarding ownership, you the user retain all copyrights to your photos and videos, it’s your content. Our terms state by uploading content to Twitpic you allow us to distribute that content on twitpic.com and our affiliated partners. This is standard among most user-generated content sites (including Twitter). If you delete a photo or video from Twitpic, that content is no longer viewable

Zusammengefasst heißt das, wir als Benutzer behalten das Urheberecht an Fotos und Videos auf Twitpic. Twitpic ist es aber weiterhin gestattet, Inhalte an angeschlossenen Plattformen zu verteilen. Hier kommt das Argument, dass dies bei den meisten User-Generated-Websites Standard ist. Er hat Recht. Auch Twitter behält sich das Recht vor mit seinen Usern zu handeln sowie mit den vorhanden Daten. Ich denke mit dieser Tatsache muss man sich in der heutigen Zeit anfreunden oder man lässt es. Zum Schluss weißt Noah Everett (Gründer) noch auf die jetzt verbesserten AGBs hin die für mehr Klarheit sorgen sollen.

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