Bei Wikipedia kriselt es ja im Moment ganz ordentlich.Beiträge werden gelöscht und die Relevanz-Diskussion ist noch im vollem Gange. Höhepunkt war, dass der deutschprachige Wikipedia Beitrag gelöscht wurde wegen “zu wenig enzyklopädischer Inhalt”
Gut das es in solchen Zeiten noch Alternativen gibt wie Knol oder Twick.it. Ihr kennt Twick.it nicht ? Dann geht es euch genauso wie mir am Anfang. Vor ein paar Wochen erhielt ich einen Mail ob ich doch nicht über den neuen Dienst berichten wolle. Heute war es dann soweit und ich stelle euch Twick.it vor. Entwickelt wurde das Konkurrenzprodukt zu Wikipedia von Markus Möller und Sean Kollak. Wie hier aus den Namen vielleicht schon ableiten konntet hat der Dienst ein bisschen was mit Twitter zu tun, zumindest wird das Konzept von Twitter also die 140 Zeichen mit eingebaut. Twick.it soll als eine Art “Erklärmaschine” zu verstehen sein und ist somit keine “Enzyklopädie” im eigentlichen Sinne.
Wie schon erwähnt werden die 140 Zeichen, die man auch in Twitter zur Verfügung hat verwendet um Wisseneinträge zu schreiben. Dabei arbeiten nicht mehrere Leute an einer Definition sondern eine ganze Gruppe von Leuten die alle ihre eigene Definition posten. Die Leser stimmen dann ab, welcher Eintrag das Thema am besten auf den Punkt gebracht hat. Das schließt nicht nur den “Edit War” wie bei Wikipedia aus, sondern überlässt auch den Leser die Qualitäts- und Inhaltskontrolle. Bei den 140 Zeichen die man zur Verfügung hat wird es bei manchen Begriffen richtig knifflig auch einen gute Definition zu finden, doch das ist kein Problem was nicht gelöst werden kann.
Ein noch kleines Portal wie Twick.it kann natürlich nicht mit den Monster wie Wikipedia konkurrieren, aber das will man ja auch gar nicht. Man bietet eine neue Ansicht der Dinge und was noch viel wichtiger ist man bringt seine Gedanken auf den Punkt. Würde ich jetzt Twick.it erklären wollen ohne so einen langen Text zu schreiben würde dies so aussehen:
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Dezember 8, 2009 um 12:17 pm Uhr
Ich sehe hier beim besten Willen kein Wiki (und somit auch kein Konkurrenzprodukt zu Wikipedia).
Dezember 8, 2009 um 1:31 pm Uhr
Hast du meinen Text gelesen ? Ich schrieb das es kein Konkurrenzprodukt zu Wikipedia ist und auch nicht sein wird. Weiter schrieb ich das es auch keine Enzyklopädie ist sondern einn Wiki im Twitter Style. Niemand hat gesagt das hier ein neues Wiki entsteht!
Dezember 8, 2009 um 2:03 pm Uhr
Ja, ich habe deinen Text gelesen – auch durchaus, dass eben nicht an einem gemeinsamen Text gearbeitet wird. Damit gibt es aber auch schlicht und einfach kein “Wiki”.
Warum ich das so nervig finde: Ich habe überhaupt nichts gegen Twick.it – es kann auch durchaus sein, dass es erfolgreich wird und das sei den Machern aus gegönnt. Es ärgert mich aber, dass die momentane Wikipedia-Debatte auf Teufel komm raus genutzt wird um das eigene Produkt zu pushen, obwohl das nun wirklich nicht vergleichbar ist.
Dezember 8, 2009 um 3:05 pm Uhr
Hallo zusammen,
jetzt mal ganz offiziell: Nein, wir sind kein Wiki. Besser als Tim kann man es auch gar nicht erklären: Bei Wiki arbeitet man an einem gemeinsamen Tex, bei Twick.it nicht. Und das sogar absichtlich nicht!
Und nein, bevor jemand fragt, Twick.it ist auch kein Twitter
Es gibt so vieles, was wir nicht sind, dass wir sogar einen Blog-Artikel dafür spendiert haben: http://twick.it/blog/2009/09/was-twick-it-nicht-ist/
Darüber hinaus sollte ja auch klar sein, dass so ein großartiges Projekt wie Wikipedia (ja, wir finden es toll. Ehrlich!) nicht mit 140 Zeichen in den Tod gestürzt wird. Wir sind aber der Überzeugung, dass Twick.it trotz alledem eine sinnvolle Ergänzung sein kann. Außerdem wird es sicherlich Situationen geben, in denen die Kurzantwort besser ist. Davon sind wir überzeugt.
Während wir uns auf der einen Seite sicher sind, dass Twick.it nicht das Ende für Wikipedia sein wird (ich entschuldige mich bei allen, die auf diese Sensations-Schlagzeile aus meinem Munde gewartet haben), sind wir uns leider nicht ganz so sicher, dass Wikipedia sich nicht selbst gerade mit der aktuellen Diskussion sehr schadet.
Ein Wiki hat neben den vielen Stärken auch eben den Nachteil, dass man sich auf EINE Fassung einigen muss. Und eben da schließt sich der Kreis…
Dezember 8, 2009 um 3:23 pm Uhr
Für mich ist Twick.it trotzdem ein kleine Mini-Wiki in 140 Zeichen
Ja kein richtiges Wiki, aber der Begriff Wiki steht nunmal für eine Wissensaustausch Plattform. Der einleitende Satz wo ich kurz auf Wikipedia eingehen ist als kritik, denn momentan ist es leider so. Ich glaube auch nicht das Twick.it die Situation jetzt ausnutzt, da der Text ja von mir stammt und meine Meinung wieder spiegelt.
Danke an Markus für die ausfürhlich Aufklärung
Dezember 8, 2009 um 4:52 pm Uhr
@Tim Ich denke (genau wie Twittersmash), dass die Definition von Wiki im Alltagsgebrauch eine Plattform für User Generated Content ist, die zum Ziel hat, Wissen durch die Zuarbeit vieler (freiwilliger) Mitarbeiter zu ergänzen und zu teilen. Ob dabei an einem Text gearbeitet wird oder eben unterschiedliche Texte miteinander verglichen werden, ist nebensächlich.
Außerdem sollte ein Wiki (laut Wortursprung) “schnell” sein. Das ist wohl bei Twick.it eher der Fall als bei Wikipedia.
Dezember 9, 2009 um 11:41 am Uhr
@Youser: Vielleicht liegt es an den unterschiedlichen Formen der “Wiki-Sozialisation”, die unterschiedliche Leser durchlaufen sind.
Ich beschäftige mich seit 2002 intensivst mit Wikis sämtlicher Ausprägungen. Da gibt es viele Unterschiede: Die einen haben Diskussionsseiten zu jedem Artikel, die anderen nicht. Die einen bieten eine umfangreiche Rechteverwaltung, die anderen nicht. Es gibt (sagen wir besser gab) sogar Wikis ganz ohne Versionsgeschichte – übrigens sehr unpraktisch…
Schaut man sich eine Vielzahl unterschiedlicher Wikis an, findet man durchaus auch Wikis, bei denen ein Autor eine Seite mehr oder weniger “adoptiert” hat und über ihre Inhalte wacht. Gerade im Unternehmenskontext ist das häufiger der Fall.
Dennoch: Eine der Zentralfunktionen eines Wikis – und mit das Herz eines Wikis – ist die kollaborative Texterstellung.
Das heißt mitnichten, dass andere Herangehensweisen keine Daseinsberechtigungen hätten – aber ein Projekt ohne Funktion der kollaborativen Texterstellung ist… kein Wiki.
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